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Vergleich

Elektro oder Verbrenner? Audi RS e-tron GT und R8 V10 Performance im Vergleich

Unterwegs mit dem R8 V10 Performance und dem RS e-tron GT auf der Rennstrecke. Welcher Sportwagen macht mehr Spaß?

von Michael Andrusio

10/06/2022, 07:00 PM

„Eigentlich kann man die Autos nicht miteinander vergleichen“, sagt einer, der sich mit schnellen Autos auskennt. Frank Schmickler fuhr in der DTM, in der ADAC GT Masters Serie, bei den 24-Stunden auf dem Nürburgring und arbeitet als Instruktor für Audi. Wir sind auf dem Salzburgring und fahren mit den erklärten Sportwagen aus den beiden Welten im Hause Audi – dem klassischen R8 mit V10-Zylinder und dem elektrischen RS e-tron GT.

Die Strecke ist vom morgendlichen Regen noch nass und beginnt stellenweise aufzutrocknen, als wir losstarten. Stichwort Starten. Das ist beim R8 noch immer Ehrfurcht gebietend, wenn der 10-Zylinder-Sauger im Heck auf Knopfdruck zum Leben erwacht. Als V10 Performance quattro (wie das Ding mit vollem Namen heißt) leistet der Ingolstädter 620 PS. Dafür, dass die Kraft auch bei Nässe halbwegs manierlich auf die Straße übertragen wird, sorgt der Allradantrieb. Der Motorsound steigert sich mit der Drehzahl zu einer durchaus süchtig machenden Symphonie aus zehn Zylindern, wird aber nie unangenehm laut.

Akustik

Vielleicht ist das überhaupt der wesentliche Unterschied zwischen den beiden Audi-Sportlern. Schnell ist der e-tron GT auch, aber hier passiert alles praktisch lautlos. Während der R8 auch akustisch Tempo aufnimmt, erschrickt man im e-tron GT fast ein wenig, wenn man auf die rasch ansteigende km/h-Anzeige schaut. Der e-tron zoomt scheinbar unangestrengt die Gegengerade auf dem Salzburgring hinunter, wird aber richtig schnell. Dafür sorgen im e-tron GT zwei Elektromotoren, die im RS 440 kW (also 600 PS) leisten. Damit ist er praktisch auf Augenhöhe mit dem R8. Die Geschwindigkeitsbegrenzung im Elektroauto von 250 km/h erreichen wir zwar nicht, viel fehlt aber nicht mehr. Was man dann beim Verzögern merkt, ist aber das Gewicht des Autos. Das spürt man auch in den Kurven, aber überraschenderweise weniger stark als gedacht. Immerhin kann die Fliehkraft an 2,5 Tonnen ansetzen. Und der e-tron GT liefert seine Kraft natürlich sofort. Das merkt man wiederum, wenn man in einer Kurve (wo es womöglich noch feucht ist) zu früh aufs Gas steigt, wobei auch im Elektro-Sportler beide Achsen angetrieben werden.

Zu unsensibel sollte man natürlich auch nicht im R8 mit dem Gaspedal umgehen, klar. Die Kraftentfaltung des V10 erfolgt hier schön harmonisch und man beschleunigt sukzessive – im Fall des Salzburgrings auf fast 270 km/h. Durch Kurven eilt der R8 sowieso wie auf Schienen. Mit 1,6 Tonnen ist der R8 zwar auch kein Leichtgewicht, aber deutlich leichter als der Elektro-Audi.

In beiden Audi-Sportlern hat man diverse Fahrprogramme, wobei wir in beiden am liebsten im Dynamik-Modus unterwegs waren. Frank Schmickler fährt im e-tron GT mittlerweile lieber in Comfort, wie er lächelnd erklärt.

Wofür würden wir uns entscheiden? Auf der Rennstrecke heißt der Favorit klar R8 V10 Performance. Für die Rückfahrt nach Wien hätten wir gern den e-tron GT genommen. Gefahren sind wir aber mit einem anderen Auto aus dem VW-Konzern, mit sieben Zylindern weniger als im R8.

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