© Werk

Zweirad
04/24/2014

Energica Ego: Das erste Superbike mit Elektroantrieb

240 Sachen sind kein Problem – solange einem die Reichweite egal ist.

von Michael Andrusio

Noch ist man am entwickeln. Aber auf der Top Marques Messe in Monaco und auf vergangenen Motorradmessen haben die Italiener bereits das Bike der Öffentlichkeit präsentiert und nächstes Jahr soll das Gerät zu kaufen sein.

Hinter der Entwicklung der Energica Ego steht die italienische CRP-Gruppe bzw. genauer gesagt die Familie Cevolini, die vor allem auf einen reichen Erfahrungsschatz im Motorsport zurückblicken kann. CRP steht für Cevolini Rapid Prototyping und zu Hause ist man in Modena, in der Emilia Romagna. Seit 2008 ist man über den amerikanischen Zweig von CRP sogar im amerikanischen Stockcar-Business involviert.

energica-ego-4.jpg

slide-energica-ego-1.jpg

energica-ego-3.jpg

energica-technical-03.jpg

energica-ego-8.jpg

energica-technical-05.jpg

energica-technical-06.jpg

energica-technical-02.jpg

energica-technical-01.jpg

10050879496_14471736f5_h.jpg

slide-energica-ego-2.jpg

energica-ego-6.jpg

Nachdem ein Spezialgebiet von CRP die Herstellung von Komponenten im 3D-Druck ist, überrascht es auch nicht weiter, dass einige Bauteile der Ego in diesem Verfahren hergestellt wurden. Die Ego ist nach eigenen Angaben das erste Superbike der Welt mit Elektroantrieb, vor allem das erste mit Straßenzulassung. Herzstück ist ein Permanentmagnet-Wechselstrommotor mit Ölkühlung, der 100 kW, das entspricht 136 PS, leistet (zwischen 4900 und 10500/min). Das Drehmoment von 195 Nm ist sofort abrufbar, auf 100 km/h beschleunigt die Energica Ego in unter 3 Sekunden.

Die Höchstgeschwindigkeit geben die Ingenieure mit 240 km/h an, wobei die elektronisch begrenzt ist. Freilich wird man bei diesem Tempo nicht allzuweit kommen. Mit einer Durchschnittsgewschwindigkeit von 60 km/h sollte der Strom für 190 km reichen, mit 80 km/h wären es 150 und mit 100 km/h 100 km. Und im Rennstreckeneinsatz ist nach rund 50 km der Akku leer. Für die entsprechende Verzögerung sorgen Brembo-Bremsen mit 320 mm Scheibe vorn und 220 mm Scheibe hinten, dazu gibt's ABS.

Die Ladezeit beläuft sich auf 3,5 Stunden, an einer Schnellladestation ist das Bike innerhalb von 30 Minuten zu 85% aufgeladen. Das Gewicht beträgt übrigens 258 kg.

Modern auch die Anzeigen – der Fahrer hat einen 4,3-Zoll großen TFT-Schirm für alle relevanten Daten zur Verfügung. Integriert sind auch GPS und Bluetooth.

Der genaue Preis steht noch nicht fest, bei Energica schätzt man, dass der Kaufpreis bei etwa 22.000 bis 25.000 Euro liegen wird.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.