News 05.12.2011

Erste Ausfahrt im Audi RS3 Sportback

Erste Ausfahrt im Audi RS3 Sportback
© Werk

Die ersten Runden des Motor-KURIER mit dem neuen Super-Sportler im Kompakt-Format, der Ende Mai nach Österreich kommen wird.

Machen Sie ihn nicht kaputt, da steckt enorm viel Arbeit drin." Am liebsten würde der Audi-Entwickler den jüngsten Zugang der RS-Familie, den RS3 Sportback, gar nicht hergeben.

Damit kämen die rund 2000 Interessenten, die sich seit der Vorstellung des RS 3 auf dem Autosalon in Genf bei Audi mit einer Bestellung gemeldet haben, um ein wesentliches Vergnügen: Den Sound des Jungsportlers. Der beeindruckt, wie sich zeigte, sogar die von Supersportwagen äußerst verwöhnte Jugend in Monaco. Auch in der "Normal-Version". Mit aktivierter Sporttaste (Serie) röhrt der RS3 noch kräftiger.

Außen fällt der Audi RS3 durch scharfe Konturen auf.
© Werk

Aber der Reihe nach: Audi sah vor einiger Zeit auch in der Kompaktklasse Bedarf für einen alltagstauglichen Sportwagen. Die Kundschaft ortet man vor allem bei Jungen (40+), die bereits viel Geld verdient haben. Oder Umsteigern von größeren RS-Modellen. Dafür wurde der bewährte Fünfzylinder, der vor Jahrzehnten Rallye-Größen wie Michelle Mouton beflügelte und in der neuen Version vor allem von Amerikanern gewählt wird, ordentlich auffrisiert: Statt der üblichen 170 PS leistet der turboaufgeladene 2,5-Liter-Fünfzylinder im RS3 340 PS und schafft 450 Nm Drehmoment bei 1600 bis 5300 Umdrehungen pro Minute.

Damit beschleunigt der RS3 von 0 auf 100 in 4,6 Sekunden, bei 250 km/h wird abgeriegelt. Den Verbrauch (EU-Normmittel) gibt Audi mit 9,1 l Super auf 100 km an, den CO2-Ausstoß mit 212 g/km. Spritsparende Technologien sind eine bedarfsgeregelte Ölpumpe sowie eine Bremskraftrückgewinnung. Aber kein Start-Stopp.

Außen fällt der Audi RS3 durch scharfe Konturen auf.
© Werk

Das Schalten übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (S Tronic) mit Wippen am Lenkrad und "Launch Control" für das Kind im Erwachsenen beim Beschleunigen aus dem Stand heraus. Die Kraftübertragung wird über einen permanenten Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung gelenkt. Das Sportfahrwerk ist um 25 mm tiefergelegt als im Serien-A3.

Auch für den entsprechenden visuellen Eindruck wurde gesorgt: Zahlreiche Details signalisieren "RS", innen wie außen. Wem dies nicht genügt, dem stehen gegen Aufpreis noch zwei Design-Pakete zur Verfügung.

Obwohl das Erfahren des vollen Potenzials des RS3 eine Rennstrecke erfordert, lässt sich schon nach den ersten Ausflügen in die französischen Alpen erkennen, dass Audi damit ein hervorragendes Gesamtpaket gelungen ist, das Sportlichkeit und Alltagstauglichkeit vereint.

Fakten

Der RS3 ist 4,3 m lang, wiegt 1575 kg und fasst 302 bis 1032 l Gepäck. Nach Österreich wird er gegen Ende Mai kommen. Der Einstieg kostet € 60.860,-.

P.S.: Der Audi-Techniker bekam von den Journalisten alle Modelle heil zurück. Der einzige Totalschaden war ein "Werksunfall".

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011