News 06/22/2017

Mitsubishi Eclipse Cross: Lücke erkannt und gefüllt

Mitsubishi Eclipse Cross: Lücke erkannt und gefüllt
© Mitsubishi

Erste Ausfahrt mit dem coupéartigen Kompakt-SUV, das im Jänner bei uns startet.

Hier kommt ein neuer Bestseller. Zumindest, wenn es nach den Plänen von Mitsubishi geht, wo man ja in den letzten Jahren nicht gerade gesegnet war mit auffälligen neuen Modellen. Die Fahne auf dem heimischen Markt hält – neben dem Pick-up – mit rund 2000 Stück pro Jahr immer noch der ASX hoch.

Und der ist auch schon seit sieben Jahren im Einsatz.

Mit dem neu entwickelten Eclipse Cross stellt man ihm nun eines der gerade modischen SUV-Coupés zur Seite. Mit einer Länge von 4,40 m pirscht er sich allerdings schon eher an den Outlander heran. Unterm Strich erwartet sich der heimische Importeur Denzel rund 1500 Eclipse Cross pro Jahr absetzen zu können.

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Soviel zur Einordnung des Neuen, der die SUV-Lücke zwischen ASX und Outlander füllt und mit seinem auffälligen Design auch wieder für mehr Präsenz der Marke mit den drei Diamanten sorgen soll.

Bereits weit vor dem geplanten Marktstart bei uns im Jänner hatte der Motor-KURIER eine erste Gelegenheit, dem Hoffnungsträger der Japaner näher auf den Zahn zu fühlen. Erster Eindruck, wenn man ihn auf der Straße sieht: Verwechseln wird man ihn nicht so schnell mit einem der anderen SUV-Coupés. Schon gar nicht von hinten, wo die geteilte Heckscheibe fröhliche Urständ feiert. Und die Front wirkt mächtiger als das Auto insgesamt ist.

Im Passagierraum findet man sich schnell zurecht, die wichtigsten Funktionen können über direkte Schalter bedient werden, über den aufgesetzten Touchscreen wickelt man eher das Unterhaltungs-Angebot ab.

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Navi vom Smart-Phone

Das sollte – inklusive einer allfälligen Navigation – vom eigenen Handy kommen, und via Apple CarPlay bzw. Android-Auto in das Bordsystem eingespeist werden. Angesichts der neuen Roaming-Regeln hat sich der Importeur entschlossen, auf das vom Werk angebotene integrierte Navigationssystem zu verzichten.

Für die erste Ausfahrt stand ein Eclipse Cross mit dem neu entwickelten 1,5-Liter Benziner mit 163 PS gekoppelt mit Allrad-Antrieb und einem stufenlosen ECVT-Getriebe zur Verfügung. Diesem sind 8 virtuelle Fahrstufen hinterlegt, die via Schaltwippen am Lenkrad abgerufen werden können. Und diese Kombination entpuppte sich im Fahrbetrieb als die eigentliche Überraschung des Eclipse Cross: Selbst in flotter angegangenen Bergauf-Passagen entfällt das bei Stufenlos-Getrieben sonst so typische Aufheulen des Motors. Surft man manuell durch die acht Fahrstufen, kommt sogar ein Hauch von Sportlichkeit auf. Lediglich beim vollen Beschleunigen aus dem Stand stellt man sich kurz die Frage, wie viele der nominell 163 Pferde gerade tatsächlich Dienst versehen.

Ist die Fuhre aber einmal im Rollen, gleichen sich Soundtrack und tatsächlich empfundener Vortrieb wieder an.

Im Kurvengeschlängel zeigte sich schließlich, dass das Fahrwerk zwar auf europäische Fahrgewohnheiten abgestimmt wurde, man dabei aber doch eher auf der komfortablen Seite geblieben ist. Geht man eine Biegung zu flott an, schiebt die Fuhre leicht über die Vorderräder und bremst sich damit selbst ab, was insgesamt in einem zwar nicht unbedingt sehr agilen, aber unproblematischen Fahrverhalten mündet. An elektronischen Helfern ist fast alles zu haben, was derzeit Stand der Technik ist, inklusive eines adaptiven Tempomaten oder einer Fernlicht-Automatik.

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Nähere Angaben zu offiziellen Verbrauchswerten und Preisen stehen derzeit noch aus. Fest steht jedoch, dass zum Marktstart im Jänner die beiden Benzin-Varianten (Frontantrieb mit manuellem 6-Gang-Getriebe, Allrad mit ECVT) zur Verfügung stehen werden. Der 2,2-Liter Diesel mit 150 PS in der Kombination Allradantrieb und 8-Gang-Automatik folgt dann Mitte des Jahres.

Als Einstiegspreis sollte man mit rund 25.000 Euro rechnen.

(Kurier) Erstellt am 06/22/2017