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Fahrbericht
07/10/2017

Nissan Qashqai: Fast ein neues Modell

Umfangreiche Überarbeitungen nach ebenso umfangreichen Kundenbefragungen.

Nissans "SUV" namens Qashqai hat dem Unternehmen einen riesigen Erfolg gebracht, der in dieser Form nicht einmal von den Marketingexperten des Hauses erwartet worden war. Das gilt vor allem für Europa und ist eine Tatsache.

Jetzt kommt der "urbane Crossover", was immer das auch sein mag, umfangreich überarbeitet auf die Straßen, ab August soll er in dieser Form käuflich erwerbbar sein. Umfangreich ist in diesem Fall keineswegs eine Übertreibung, die Zahl der Einzelmaßnahmen und veränderten Details ist tatsächlich beeindruckend. Nissan begründet viele dieser Änderungen übrigens mit eingehenden Kundenbefragungen, was den Schluss zulässt, dass die Experten einiges zu hören bekommen haben, was nicht immer schmeichelhaft gewesen sein wird.

Die optischen Änderungen außen sind nicht zu übersehen und tragen in Summe den pompösen Namen "Premium Dynamism". Neu gestaltete Leuchten vorne und hinten, vergrößerte Blinker, Stoßfänger großteils in Wagenfarbe, zwei neue horizontale Blenden, in den besseren Versionen in Mattsilber gehalten, neu gestaltete Motorhaube und so weiter und so fort, man weiß gar nicht, wo anzufangen und wo zu stoppen.

Innen gibt es ebenfalls diverse Änderungen. Das Lenkrad ist jetzt unten abgeflacht, weil die Kundschaft häufig das mühsame Einsteigen gerügt hat. Ab der Ausstattungslinie N-Connecta gibt es komplett neugestaltete Vordersitze. Und apropos Ausstattung: Wohl eine der wichtigsten Neuigkeiten ist, dass Nissan jetzt auch Luxus gewöhnte Kundschaft bedient und oben als neue Version "Tekna+" drauflegt. Die verheißt unter anderem Nappaleder, dunklen Dachhimmel, ein Bose-Audiosystem mit acht Lautsprechern sowie -zig Assistenzsysteme.

Mehr Fahrkomfort

Außerdem wurden zahlreiche technische Details in der Fahrwerksabstimmung sowie zwecks besserer Geräuschdämmung im Innenraum verändert (u.a. sind die hinteren jetzt mit dickerem Glas bestückt). Auch in der Lenkung gab es Modifikationen und für alle drei Bereiche kann nach ersten Testfahrten reinen Herzens bestätigt werden: Die Anstrengungen haben sich samt und sonders ausgezahlt. Der Qashqai lässt sich ebenso präzise wie gelassen bewegen, der Fahrkomfort hat in der Tat noch um einiges zugenommen.

Rein von der Motorenseite her gesehen ist er natürlich immer noch kein Sportwagen, aber wer erwartet das schon von einem "urbanen Crossover". Für den Antrieb sorgen wie bisher wahlweise zwei Dieselmotoren (1,5 l oder 1,6 l, 110 und 130 PS) sowie zwei Benziner (1,2 l und 115 PS, was schon etwas wenig ist, oder 1,6 l und 163 PS, was für rescheren Vortrieb überraschend viel Drehzahl verlangt). Den stärkeren Diesel gibt es auch mit Allradantrieb und einer stufenlosen Getriebeautomatik (CVT).

Um die Preise wird noch gepokert, es soll voraussichtlich bei 21.690 € losgehen.