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Fahrbericht
03/23/2017

Erste Ausfahrt mit dem neuen Opel Insignia

Im Sommer kommt das neue Flaggschiff von Opel, wir konnten den Insignia schon rund um das Werk in Rüsselsheim testen.

von Michael Andrusio

Die neuen Besitzverhältnisse und dass Opel nun Teil der PSA-Familie wird, waren lange genug Thema. Jetzt geht es wieder um die Autos. Und diesbezüglich hat man in Rüsselsheim einiges vor.

"7 in 17" lautet die Devise – will heißen, sieben neue Modelle im laufenden Jahr. Eines davon ist der neue Insignia, der als Sports Tourer (Kombi) und Grand Sport (fünftürige Limousine) auf den Markt kommt. Hier geht es um den Grand Sport.

Der Mittelklasse-Opel steht auf einer komplett neuen Plattform. Die heißt Epsilon 2, muss man sich nicht merken, wichtiger ist der Umstand, dass man im Zuge der Neukonstruktion Gewicht einsparen konnte und das meiste im Bereich der Rohkarosse. Insgesamt hat man bis zu 175 Kilogramm – im Vergleich zum ersten Insignia – eingespart.

Und im Vergleich mit seinem Vorgänger wirkt der neue Insignia auch schon optisch dynamischer. Das Auto ist niedriger und breiter geworden und die neu gewonnene Sportlichkeit sieht man ihm schon im Stand an. Trotzdem heißt es deswegen nicht Kopf-Einziehen im Grand Sport. Vorne ist die Kopffreiheit gleich geblieben, hinten ist es sogar etwas mehr geworden, rechnen uns die Opel-Designer schon vor dem Einsteigen prophylaktisch vor.

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Opel Insignia…

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Opel Insignia…

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Hochwertiger

Links vorne sitzt man nun niedriger (also mehr im Sitz als auf dem Sitz – das haben uns die Opel-Leute auch noch mitgegeben). Jedenfalls sitzt man gut im neuen Insignia, auch dank des tollen Gestühls. Die Armaturenlandschaft wirkt aufgeräumt und elegant – immerhin will man in Rüsselsheim nun vermehrt die Premiummarken (vor allem die aus Bayern) herausfordern. Die Handlungsreisenden dieser Welt werden sich im Cockpit sicher wohl fühlen, beim Vorgänger-Insignia hatte man ja einen Flottenanteil von 65 Prozent. Natürlich kann der Insignia alles in Sachen Smartphone-Anbindung, das "Handy" lässt sich in einem kleinen Fach induktiv aufladen, zudem gibts 4G LTE und WLAN-Hotspot und das OnStar-Servicesystem findet für einen nun auch Hotels.

Zurück zum Thema Fahren. Das Minus an Gewicht macht sich natürlich positiv bemerkbar, wenn es um die Agilität geht und die exakte Lenkung passt da ebenso gut ins stimmige Gesamtbild. Für die erste Ausfahrt haben wir uns den 170-PS-Diesel ausgesucht, der harmoniert mit seiner Laufruhe und seinem Drehmomentverlauf wunderbar mit dem Grand Sport, wahlweise kann man ein FlexRide-Fahrwerk ordern, das die Charakteristik noch etwas mehr in Sport (in die eine) oder Komfort (in die andere Richtung) trimmt. Aber an der Basisabstimmung ist eigentlich nichts auszusetzen. Interessant auch der Einsteiger-Benziner, ein 1,5-l-Turbo mit 140 oder 165 PS. Für Dieselfahrer steht auch noch ein 1,6-l-Selbstzünder mit 110 oder 136 PS zur Auswahl. Flottester Insignia ist freilich der 2,0-Turbo-Benziner mit 260 PS, der nur mit 8-Gang-Automatik und Allradantrieb kombiniert wird.

Was der neue Opel Insignia kosten wird, steht übrigens noch nicht fest, die Preise gibts ab April (dann werden auch Bestellungen entgegengenommen), Markteinführung ist ab Juli (sowohl für den Grand Sport als auch für den Kombi). Man darf aber davon ausgehen, dass es bei den Preisen keine großen Sprünge nach oben geben wird.

Ab Sommer startet Opel mit einem "Exclusive-Programm" und damit kann man sich z.B. jede gewünschte Farbe für seinen Insignia extra anrühren lassen.