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Fahrbericht
02/20/2014

Erste Ausfahrt mit dem neuen Seat Leon Cupra

Topmodell der Baureihe mit 280-Turbo-PS, wahlweise mit drei und fünf Türen.

von Ad Raufer

Seat komplettiert die Baureihe Leon und rundet sie mit einer neuen Modellversion namens Cupra nach oben ab. Die Bezeichnung kommt von Cup Race, womit schnell klar wird, wohin die Reise geht: Der Leon Cupra ist nicht nur das bissig-scharfe Spitzenmodell der Leon-Familie, sondern auch das leistungsstärkste Serienauto der Marke überhaupt.

Als Antriebsquelle dient der bewährte Benzin-Turbo-Direkteinspritzer TSI des VW-Konzerns, der aus knapp zwei Liter Hubraum 280 PS mobilisiert, ein maximales Drehmoment von satten 350 Newtonmeter ab 1750 Touren auf die Kurbelwelle wuchtet und – in ähnlicher Form – auch im Golf GTI und Scirocco R zum Einsatz kommt. Das Triebwerk ist mit feiner Technik vollgestopft: Zum Hightech-Inhalt gehören – beispielsweise – ein duales Einspritzsystem, bei dem die Benzin-Direkteinspritzung im Teillastbereich durch eine Saugrohreinspritzung ergänzt wird, wodurch sich Verbrauch und Partikelemissionen senken lassen, ein in den Zylinderkopf integrierter Abgaskrümmer, variable Ventilsteuerung und beschichtete Alukolben und Lager zur Reduzierung der inneren Reibung.

Am Steuer

Bereits auf den ersten Metern bestätigt sich, was der Cupra in den Augen seiner Schöpfer sein will: Ein souveränes Hochleistungsfahrzeug mit expressiver Dynamik. Der aufgeladene Vierzylinder sorgt für fulminanten Schub und kraftvollen Durchzug gleichermaßen und entzückt mit sonor-heiserem Sound. Damit all die Kraft und Herrlichkeit der 280 PS auch standesgemäß auf die Straße gebracht werden können, haben die Seat-Entwickler dem iberischen Schwestermodell des VW Golf eine Reihe elektronischer Helfer mit auf den Weg gegeben.

Tolles Fahrwerk

Eine tragende Rolle spielt dabei neben der adaptiven Fahrwerksregelung DCC (Dynamic Chassis Control) die neue Vorderachs-Differenzialsperre, die Traktion und Fahrdynamik essenziell verbessern, weil sie – selbst bei brutaler Ausnützung der gesamten Power – das Untersteuern beim harschen Beschleunigen aus engen Kurven verhindert. Will der Cupra-Pilot mehr, als von der Fahrphysik überhaupt möglich ist, wird im Extremfall das gesamte Antriebsmoment auf nur ein Rad – logischerweise aufs kurveninnere – geleitet.

Zum serienmäßigen Lieferumfang zählt außerdem das Fahrdynamiksystem ESP, das einerseits sportliche Fahrweise bei vollem Erhalt aller Sicherheitsfunktionen erlaubt, anderseits zweistufig abschaltbar ist: Stufe 1 deaktiviert die Antriebs-Schlupf-Regelung, das ESP wechselt in den Sportmodus, wodurch größere Gierwinkel möglich sind. Stufe 2 schaltet den elektronischen Sicherheitsanker dann komplett ab.

Für Emotionen sorgt auch die Optik: Große Lufteinlässe, LED-Scheinwerfer, Heckabschluss mit angedeutetem Diffusor, zwei ovale Auspuffendrohre, rote Bremssättel, schwarz lackierte Seitenspiegel, getönte Scheiben, Dachkantenspoiler und Räder im 19-Zoll-Format geben ernsthaft-entschlossene äußere Hinweise auf das Feuer unter der Motorhaube.

Der Leon Cupra feiert Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon Premiere, die Markteinführung ist bei uns für Mitte April anberaumt.

Die aktuellen, durch die neue NoVA leider gestiegenen Preise stehen auch schon fest: Der Dreitürer SC (Sport Coupé) kostet € 34.576,–, der Fünftürer € 35.609,–; beide sind standardmäßig mit manuellem 6-Gang-Getriebe ausgestattet.

Der Aufpreis für die Varianten mit 6-Gang-DSG liegt bei rund € 2000,–.

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