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Fahrbericht
02/26/2021

Erste Ausfahrt mit dem neuen Skoda Fabia

Was kann die mittlerweile vierte Generation des kleinen Tschechen?

von Michael Andrusio

Martin Hrdlicka kennt die österreichischen Berge. Zur Edelweiß-Spitze beim Großglockner ist er geschätzte 500-mal rauf- und runtergefahren. Das war seinerzeit, als er bei Skoda-Prototypen Bremsen getestet hat. Heute ist Hrdlicka für Fahrwerk- und Aggregatentwicklung bei Skoda verantwortlich – so auch für den neuen Fabia.

Die Hrdlickas sind schon in dritter Generation mit dem Hause Skoda verbunden. Großvater Karel trat anno 1924 in die Firma ein und Vater Petr war der Chefkonstrukteur des Favorit. Wenn Martin den neuen Fabia erklärt, berichtet er gern von den plasmabeschichteten Zylinderlaufbuchsen der TSI-Motoren oder der verbesserten Aerodynamik mit Kühlerjalousie und großflächig verkleidetem Unterboden.

Neue Basis

Es ist die vierte Generation des Kompakten, die Skoda in diesem Jahr auf den Markt bringt. Die basiert auf dem Modularen Querbaukasten MQB-A0 aus dem VW-Konzern und damit wächst der Fabia in der Länge und vor allem bei Radstand. Mit einem Radstand von 2,56 Meter hat der Fabia diesbezüglich sogar um fünf Zentimeter mehr als der erste Octavia. Das macht sich bei den ersten Kilometern, die wir mit den Prototypen rund um den Zeller See unternehmen dürfen, positiv bemerkbar. Der Fabia liegt satt auf der Straße und federt komfortabel. Gelenkt wird nun – wie beim Octavia – mit einem Zweispeichenlenkrad. Die Lenkung bleibt eher auf der weichen Seite, passt aber zu einem Kompakten wie dem Fabia wunderbar.

Wir fahren den Skoda mit 1,0-TSI mit 110 PS (ja, das ist der mit den plasmabeschichteten Zylinderlaufbuchsen) und 7-Gang DSG-Getriebe. Damit lässt sich der Fabia flott bewegen und wenn man nicht daran denkt, merkt man wenig davon, dass dies ein Dreizylinder ist. Die Verkleidung unter dem Motorraum trägt hier viel zur Geräuschdämmung bei, hatte uns Herr Hrdlicka vorher noch erklärt.

Was ist uns noch aufgefallen? Das Interieur war freilich noch weitgehend abgedeckt, interessant der hübsch geformte und groß dimensionierte Türzuzieher. Stolz vermeldet Skoda auch ein Plus bei den sogenannten Simply Clever Lösungen (das sind nützliche Details wie der Eiskratzer im Tankdeckel oder der Schirm in der Tür). Diesbezüglich bekommt der Fabia unter anderem eine umklappbare Beifahrersitzlehne oder eine abnehmbare Sonnenblende fürs Panoramadach. Außerdem kann man eine Schale fürs induktive Laden des Smartphones oder eine beheizbare Frontscheibe bekommen. Fürs Cockpit, wo es auch beim Fabia nun einen frei stehenden Touchscreen geben wird, ist ein Virtual Cockpit für die Fahreranzeigen im Angebot.

Der weitere Fahrplan sieht so aus, dass Skoda den Fabia im Mai ohne Tarnung zeigen wird, zu den Händlern kommt er im September. Bei den Motoren wird noch ein 1,5 TSI mit 150 PS nachgereicht. Auf den freut sich Martin Hrdlicka ganz besonders.

Antrieb

Der Fabia kommt mit 1,0-l-Dreizylinder-Benzinern mit 65, 80, 95 und 110 PS. Dazu kommt ein 1,5-l-Vierzylinder mit 150 PS. Dieselmotorisierung ist keine mehr in Sortiment. Je nach Motorisierung gibt es 5-Gang- oder 6-Gang-Schaltgetriebe oder 7-Gang-DSG.

Abmessungen

Länge x Breite x Höhe 4.107 x 1.780 x 1.460 mm, Radstand 2.564 mm, Kofferraumvolumen 380 - 1.190 Liter

Markteinführung ist ab September

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