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© VW

Fahrbericht
05/08/2020

Erste Ausfahrt mit dem neuen VW T-Roc Cabriolet

Offen für den Sommer: Die Open-Air-Version des kompakten SUV.

von Michael Andrusio

Bei VW hat man ja eine gewisse Tradition was offene Autos betrifft. Die Geschichte reicht vom Käfer Cabrio über den offenen Karmann Ghia und den Eos bis zu New Beetle Cabrio und natürlich Golf Cabrio. Und eben dieses ersetzt nun der offene T-Roc. So lautet die Info aus Wolfsburg, nämlich, dass es vom Golf VIII keine Cabrioversion mehr geben wird. Stattdessen soll nun das T-Toc Cabrio ein "würdiger Nachfolger" sein.

Das ist insofern mutig, als Cabriovarianten von SUV in letzter Zeit nur wenig Erfolg beschieden war. Nissan probierte es mit einer Open-Air-Version des Murano und nicht einmal der stylishe Range Rover Evoque konnte als Cabrio reüssieren. "Geländewagen" und offen funktionierte bislang nur bei den knorrigen Vertretern wie dem Land Rover Defender oder dem Jeep Wrangler.

Wir haben mit dem offenen T-Roc nun eine erste kurze Ausfahrt unternommen.

VW setzt bei T-Roc auf ein klassisches und einfach zu betätigendes Stoffverdeck. Was bei einem Cabrio interessiert, ist vor allem die Zeit, die das Dach braucht, um sich über den Innenraum zu spannen. Diesbezüglich ist der VW flott, nach ca. 10 Sekunden ist das Auto geöffnet bzw. geschlossen. Und ja, man kann das auch während der Fahrt machen, solange man nicht schneller als 30 km/h fährt.

Wenn das Dach drauf ist, wirkt das Innere des T-Roc wie eine heimelige Höhle und das Dach vermittelt einen soliden Eindruck. Der Schalter für das Verdeck ist zwischen den Sitzen untergebracht und der einzige Kritikpunkt, der uns in Sachen Ergonomie aufgefallen ist, betrifft den Knopf um alle vier Scheiben zu versenken - der findet sich auch zwischen den Sitzen, allerdings recht weit hinten und schon fast unter der Armlehne.

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Auch die Sicherheitsgurte müssen von weit hinten herangeholt werden, aber das ist konstruktionsbedingt.

Sonst genießt man im T-Roc die Vorzüge eines relativ geräumigen Fahrzeugs (zumindest im Vergleich zu anderen Cabrios). Hinten können auch noch zwei Personen sitzen und der Kofferraum bietet ein Laderaumvolumen von 280 Liter, immerhin. Für den Wochenendtrip zu zweit reicht das allemal und eine Durchreiche für längeres Zeugs bzw. Sportgeräte ist auch vorhanden. Unter dem Kofferraumboden lässt sich das Windschott (kostet 345 Euro extra) verstauen - und zwar säuberlich zusammengefaltet.

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Motorisierung

Wir sind den T-Roc mit dem bekannten 150-PS-Benziner in Verbindung mit 7-Gang-DSG-Getriebe gefahren. Das ist eine Kombination, die wunderbar zum offenen Wolfsburger passt - hier gibt es ausreichend Schmalz, wenn es flotter dahingehen soll und eine sanft schaltende Automatik, wenn man offenen flanieren und die Landschaft genießen will.

Alternative wäre ein Dreizylinder-Benziner mit 115 PS und weitere Motorisierungen sind derzeit nicht vorgesehen.

VW hat für das Cabrio die Verwindungssteifigkeit des T-Roc noch weiter optimiert und das macht sich positiv bemerkbar. Ebenso nichts auszusetzen gibt es am Geräuschniveau.

Und weil wir ja immer noch von einem Kompakt-SUV reden, ist die Übersicht - im Gegensatz zu anderen Modellen der Marke Cabrio, wo man sich auf Augenhöhe mit Pudeln wiederfindet - überaus gut. Und dank der hohen Sitzposition muss man sich auch nicht ein- und ausfädeln - egal, ob das Dach zu oder offen ist.

Preis

Kommen wir zum Thema Preis. VW hält das Angebot schlank: Es gibt neben den zwei Motoren auch nur zwei Ausstattungslinien, Style und R-Line, wobei natürlich diverse Goodies noch optional lieferbar sind. Das 7-Gang-DSG-Getriebe ist nur für den 150-PS-Benziner verfügbar.

Die Preise beginnen bei € 30.190,- für den 1,0 TSI Style, der 1,5 TSI mit DSG als R-Line findet sich am oberen Ende der Preisliste mit € 41.100.-.