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03/17/2019

Erste Ausfahrt mit dem Seat Leon Cupra R ST

Es gibt zwar neuerdings eine Marke namens „Cupra“, aber dieses Auto muss ein Seat bleiben.

Der Seat Leon Cupra R ST hatte im Grunde ja einen Vorgänger. Der war wirklich nicht fad, lieferte ebenso wie der jetzt Neue 300 PS aus und zeigte vor allem, auf nicht wenigen Rennstrecken, eine überragende Performance im Fahrwerk.

300 PS hat das von Seat als „Sondermodell“ geführte Nachfolgemodell auch (und 400 Nm). ST steht wie immer bei Seat, übersetzt, für Kombi, also so eine Art Familienfahrzeug samt Golden Retriever im Laderaum. Wären da bloß nicht die vier Auspuffendrohre, der Diffusor und die Carbon-Teile (Flügel), die für Luftabriss an der Heckpartie sorgen sollen. Und dass diese Carbon-Teile, darauf ist der zuständige Projektchef besonders stolz, nicht nur Carbon-Optik transportieren, sondern wirklich aus diesem Material sind.

Besser geht immer

Besser geht immer, haben sich die beteiligten Techniker wohl gedacht. Darum haben sie zahlreiche Detailveränderungen angebracht: etwa an den Achsen (negativer Sturz von zwei Grad vorne und hinten), und an der Lenkung. Eine neue Auspuffanlage und dutzende andere Details führen zwangsläufig zu dem Ergebnis: Der ist noch besser als der Vorgänger.

 

Die Performance ist dank superschnellem Allradantriebs jedenfalls mehr als nur eindrucksvoll. Selbst eine brutale, materialmordende „Launch Control“ ist an Bord. Auf kurzen Parforce-Ritten waren jedenfalls trotz vehementen Magengerumpels nicht einmal gefährlichere Geräusche von den Reifen zu vernehmen. Als Gesamtpaket ist das schon sehr stimmig.

Dass er innen wie außen die für die Marke „Cupra“ künftig typischen Einlagen in Kupferfarbe trägt, lässt ihn etwas martialisch erscheinen. Einige Details bleiben noch nachzutragen. Abteilung Allrad und Turbo und Tritt: 0 – 100 km/h in 4,9 sec. Sehr gute Schalensitze, sehr ordentlicher Kofferraum, Bereifung in 19-Zoll-Dimension und mit dem Namen „Michelin Pilot Sport Cup 2“ (auch nicht fad) und die bekannten Fahrmodi (Chef ist der Modus „R“).

 

Die Ausstattung lässt sich auch nicht lumpen. Bleibt die Frage, warum das nicht ein neues Mitglied der Cupra-Marke ist. Da wird zwar ein bissl herumgedruckst, es ist aber kein großes Geheimnis: Der Seat Leon wird in absehbarer Zeit abgelöst. Bis dahin gibt es dieses „Sondermodell“. Danach wird’s richtig Cupra. Der Neue ist ab sofort zu haben und kostet 53.890 €.