News 05.12.2011

Erste Motor-KURIER-Ausfahrt mit dem Audi A6

Erste Motor-KURIER-Ausfahrt mit dem Audi A6
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Auf Du und Du mit der weiten Welt: Ein erster Fahrbericht von der neuen Auflage der deutschen Business-Limousine.

Ende März kommt die sechste Generation des A6. Importeur Porsche Austria hofft, mit ihm wieder rund ein Drittel des heimischen Oberklasse-Pkw-Marktes zu erobern. Dieser ist in den vergangenen Jahren stark geschrumpft, nicht nur wegen der Finanzkrise. Neue Karosseriemodelle sowie der Trend zu kleineren Fahrzeugen halbierten in zehn Jahren den Absatz auf zuletzt 6700 Neuzulassungen. Geblieben ist die Dominanz deutscher Marken in der Oberklasse.

Im Vergleich

Gegenüber seinen deutschen Mitbewerbern holt der A6 seine Plus- Punkte vor allem mit Leichtbau, serienmäßiger Start-Stopp-Funktion und exklusivem Multimedia-Angebot.
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Nach dem Generationenwechsel bei der Mercedes E-Klasse und dem BMW Fünfer ist nun Audi am Zug. Mit 4915 mm ist der A6 um einige Zentimeter länger als die E-Klasse und der Fünfer, gegenüber dem "alten" A6 aber um 12 mm kürzer. Der Radstand dagegen legte auf 2912 mm zu. Der Laderaum ordnet sich mit 530 l zwischen E-Klasse (540 l) und Fünfer (520 l) ein. Höhe der Ladekante: 674 mm.

Klar im Vorteil ist der A6 dank Leichtbau auf der Waage: Der Neue ist mit ab 1575 kg nicht nur um bis zu 80 kg leichter als der Vorgänger. Auch die Konkurrenz ist deutlich schwerer.

Das fördert einerseits die Agilität und senkt anderseits den Verbrauch: Dieser ist je nach Motor zwischen 12 und 21 % niedriger als beim Vorgänger. Das Einstiegsmodell (177 PS TDI) beginnt bei 4,9 l/100 km oder 129 g /km. Alle A6-Varianten verfügen serienmäßig über ein Start-Stopp-System. Neu im A6 ist auch eine elektromechanische Lenkung, die allein bis zu 0,3 l Sprit auf 100 km spart.

In Fahrt

Gegenüber seinen deutschen Mitbewerbern holt der A6 seine Plus- Punkte vor allem mit Leichtbau, serienmäßiger Start-Stopp-Funktion und exklusivem Multimedia-Angebot.
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Bei ersten Ausfahrten wirkte der neue A6 wie ein kleiner A8. Tatsächlich hat er vom "großen Bruder" viel übernommen, von der Bedienung bis zu den Assistenzsystemen. Gegen Aufpreis gibt es von Vordersitzen mit Belüftungs- und Massagefunktionen über Head-up-Display, Navigationssystem mit Touchpad, Spurhalte-, Park- und Nachtsicht-Assistenten bis zum Abstandshalter mit Stop-and-go-Funktion alles, was auch die Luxusklasse auszeichnet. Stolz ist Audi auf den IT-Vorsprung: Der A6 navigiert mit Google-Earth und bietet via Bluetooth-Bordtelefon Internet mit UMTS-Modul und WLAN-Hotspot. Bis zu acht Laptops können "andocken".

Fahren kann der neue A6 auch. Schon mit der Basismotorisierung ist standesgemäßes Fortkommen garantiert, eine gewisse Umgewöhnung erfordert die neue Servolenkung. Die Spitze bildet vorerst der 3.0 TFSI quattro mit 300 PS. Damit ist Audi "bescheidener" als die Konkurrenz.

Am Start

Gegenüber seinen deutschen Mitbewerbern holt der A6 seine Plus- Punkte vor allem mit Leichtbau, serienmäßiger Start-Stopp-Funktion und exklusivem Multimedia-Angebot.
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Der A6 beginnt Ende März mit drei Benzinvarianten (204 bis 300 PS) und vier TDI (177 bis 245 PS), mit 6-Gang-Schalter, Multitronic, S-Tronic (7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe), mit Front- oder Quattro-Antrieb. Im September soll der Kombi folgen. Der Hybrid ist für Anfang 2012 geplant. Preise: ab € 42.700,– (2.0 TDI/177 PS).

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011