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07/09/2012

Erste Probefahrt im Volvo V60 Plug-in-Hybrid

Bis zu 50 Kilometer elektrisch, bis zu 1000 Kilometer mit 46 Liter Diesel, bis zu 1800 Kilogramm am Haken.

von Maria Brandl

Im Vorjahr hatte er auf dem Genfer Autosalon Premiere, nun war der weltweit erste Diesel-Plug-in-Hybrid zu fahren. Es handelt sich um den Volvo V60, der den bekannten, für diesen Antrieb adaptierten Fünfzylinder-Turbodiesel mit E-Antrieb kombiniert (siehe "Technik").

Das Besondere an der Plug-in-Technik: Dank größerer Speicherbatterien (hier Lithium-Ionen-Akkus von LG Chem) können bis zu 50 km rein elektrisch gefahren werden statt der bei Vollhybriden üblichen 2 bis 5 km. Zudem können die Akkus an der Steckdose geladen werden wie bei E-Autos. Vom E-Auto mit Range Extender (Opel Ampera/ Chevrolet Volt) unterscheidet diesen Hybrid die Tatsache, dass hier die Räder vom Dieselmotor auch direkt angetrieben werden.

Testrunden

Bei ersten Ausfahrten mit dem Volvo fiel der schwedische Sinn fürs Praktische auf. Obwohl es sich beim Plug-in-Hybrid um Hightech handelt, wirkt der Volvo total "normal".

Zumindest auf schwedischen Straßen war bei elektrischer Fahrt kein "Singen" einer gequälten E-Maschine zu vernehmen, der Dieselmotor zeigte sich hervorragend integriert, die Abstimmung der Sechsgang-Automatik gelungen. Spätere Tests in Österreich werden zeigen, ob sich der Eindruck bestätigt. Drei Fahrmodi sind per Knopfdruck wählbar:

"Pure" (rein elektrisch, bis zu 50 km und 100 km/h). Wie bei Ampera/Volt lässt sich auch im Volvo per Knopfdruck Batteriekapazität für eine spätere elektrische Fahrt (ca. 20 km) reservieren.

"Hybrid", die auf Verbrauchseffizienz optimierte Kombination von Diesel- und E-Antrieb, mit der auch der Normverbrauch (1,9 l/ 100 km) ermittelt wird. Während der Fahrt mit Stadt-, Überland- und Autobahnbetrieb sowie vier Personen errechnete der Bordcomputer 5,5–6,3 l/100 km. Die Übergänge zwischen Diesel- und E-Antrieb sowie bei Start-Stopp funktionierten vorbildlich.

"Power", das Aha-Erlebnis. Dank der vollen Systemleistung von 280 PS und 640 Nm wirkt der Plug-in-Hybrid wie ein kraftvoller Sportler.

Auch ein Plug-in-Hybrid-Volvo ist trittsicher: Per AWD-Knopf wird der elektrische Allradantrieb aktiviert. In diesem Fall läuft der Dieselmotor immer. Automatisch wird der Allradantrieb gestartet, wenn der Bordcomputer Traktionsprobleme erkennt. Eine Allradfunktion gibt’s auch bei leeren Batterien. Dann wird ein Teil der Leistung des Dieselmotors über den Generator in Energie für die Batterien umgewandelt.

Der V-60-Plug-in-Hybrid wird ab November produziert. Von der ersten Serie (Top-Ausstattung) gibt’s nur 1000 Stück, 10 für Österreich. Preis: € 57.400,–. Batteriegarantie: fünf Jahre. Danach plant Volvo 4000 bis 6000 pro Jahr für Europa.

Plug-in-Hybrid: Antrieb/Vorderachse: Fünfzylinder-Turbo­diesel, 2400 , 158 kW/ 215 PS, 440 Nm. Antrieb/HA: E-Motor (von Magna), 50 kW/70 PS, 200 Nm, Lithium-Ionen-Batterien, 11,2 kWh, wassergekühlt, Bordspannung 400 V. Systemleistung 206 kW/280 PS, 640 Nm. Sechsgang-Automatik, Start/Stopp, E-Reichweite max. 50 km. Ladedauer (230V) 4,5 h (10A), 3,5 h (16A), 7,5 h (6A).

Maße wie V60 D5 AWD, außer Ladevolumen 304–1120 l, Anhängelast/gebremst 1800 kg, Gewicht +300 kg.

Messwerte: Spitze: 230 km/h (elektr.: 100), 0–100 in 6,2 sec, Verbrauch (Norm) 1,9 l/ 100 km, CO2 in g/km 49.

Österreichstart: Anfang 2013.

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