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Camping
02/21/2021

Essential Vans: Ein Sprinter für jede Sehnsucht

Zwei Steirer bauen Mercedes Sprinter nach Wunsch um. Das flexible Schienensystem verspricht maximale Freiheit.

von Andrea Hlinka

Wollen Markus Beneditschitz und Christopher Bickford in die Natur, Urlaub, Sport machen, brauchen sie nur zu packen und loszufahren. Völlig unabhängig von Buchungslagen oder Pandemien. „Für uns ist das Luxus“, sagt Bickford. Für andere auch.

Eben hier setzt das Unternehmen an, das die beiden Steirer im April 2020 gegründet haben. „Essential Vans“ baut Kastenwagen aus, um diese startklar für die große Freiheit zu machen, variabel einsetzbar für jeden Zweck und jedes Ziel.

Realisierbar ist das durch ein Airline-Schienen-System. Dort, wo auf Reisen ein Motorrad und Kites lagern, entstehen am Abend Küche und Schlafplätze. Auch Nasszellenmodule oder Solarpaneelhalter werden etwa eingebaut, wenn gewünscht. Beinah alles ist machbar, nur Chichi sucht man in den Vans vergebens. Dafür wird mit Materialien höchster Qualität gearbeitet. So ist das Schienensystem aus Aluminium, die Konsolen sind aus verzinktem pulverbeschichtetem Stahl. Es wird kein Autofilz verwendet, sondern Stoff mit einem Wollanteil von 90 Prozent und die Sperrholzplatten sind aus Mahagoni und nicht von der Pappel, da diese dann, laut Bickford, wasserbeständiger sind und ein besseres Raumklima liefern. Bis auf die Taschen, die in Kroatien gefertigt werden, wird ausschließlich mit österreichischen Betrieben zusammengearbeitet.

Neben der Qualität und der Herkunft achten Bickford und Beneditschitz auf Leichtigkeit. Denn mit dem B-Führerschein dürfen in Europa nur Fahrzeuge bis zu einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen gefahren werden. „Damit der Bus seine Funktionalität behält, wiegt der Ausbau weniger als 200 Kilo“, sagt Bickford. Es könnten dann noch zwischen 600 und 900 Kilogramm zugeladen werden.

Mit Leichtigkeit

Die Ausbauarbeiten werden in einem Lkw-Betrieb in Kemeten, den Bickford vor fünf Jahren aus dem Konkurs kaufte, und Partnerbetrieben in Wels, Graz, mittlerweile auch in der Schweiz und in Deutschland gemacht. Aktuell sind 15 Kastenwagen in der Pipeline. „Man kann das System aber auch einfach selbst einbauen“, sagt Bickford. Das wäre für Christopher Bickford und Markus Beneditschitz mit ihrem beruflichen Hintergrund auch schon vor der Gründung von „Essential Vans “ ein Leichtes gewesen. Bickford hat Maschinenbau und Wirtschaft studiert und Beneditschitz ist Fahrzeugentwicklungsingenieur. Doch mindestens so wichtig, wie ihr formales Wissen, sind wohl die Vans und Busse, die die Jugendfreunde auf ihren Reisen umgebaut haben. Auszüge davon klingen, in Tagen wie diesen, wahrlich nach Luxus: Ein Jahr durch Afrika in einem Unimog oder mit einem Van quer durch Neuseeland.

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