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Sturmwarnung aus Maranello: Ferrari 296 GTS für Frischluft-Fans

Mit dem 296 GTS setzt Ferrari die große Tradition der Mittelmotor-Spider fort. Erstmals als scharfer Plug-in-Hybrid.

von Horst Bauer

04/22/2022, 05:00 AM

Das war ja zu erwarten. Nachdem Ferrari im Vorjahr mit dem 296 GTB eine neues Einsteiger-Modell präsentierte, durfte für heuer damit gerechnet werden, dass der Buchstabe "B" in der Modellbezeichnung durch ein "S" ersetzt wird.

Also Spider statt Berlinetta, Verdeck statt fixes Dach.

Die technischen Details teilen sich die beiden Variationen des Themas Mittelmotor-Sportwagen weitgehend. Herzstück des 296 GTS ist somit auch erstmals eine Kombination aus V6-Benziner und Elektromotor in einer Konfiguration als Plug-in-Hybrid. Zu den 663 PS des 3,0-l-V6-Turbobenziners gesellen sich weitere 167 PS einer Motor-Generator-Einheit, die aus der Formel 1 stammt.

Beide Kraftquellen treiben ausschließlich die Hinterachse an. Damit wird der 296 GTS im reinen Elektro-Betrieb nicht zum Fronttriebler. Was in punkto Fahrcharakteristik nicht zu vernachlässigen ist, kommt der neue Spider doch rund 25 km weit, ohne den Verbrenner bemühen zu müssen. Wobei satte 315 Nm Drehmoment zur Verfügung stehen und das Höchst-Tempo bei bis zu 135 km/h liegt. Alles rein elektrisch wie gesagt, wofür eine 7,45 kWh-Hochvolt-Batterie Strom bereithält.

Plug-in-Hybrid

Geladen wird die Batterie entweder via externem Kabel (daher Plug-in-Hybrid) bzw. während der Fahrt durch Rekuperation beim Bremsen und den V6-Benziner. Wobei man bei Ferrari Wert darauf legt, dass die Systemleistung von 830 PS möglichst durchgängig zur Verfügung steht, wenn sie der Pilot anfordert. Dafür gibt es auf dem zusätzlichen eManettino (einem Schalter auf dem Lenkrad, mit dem die Leistungschrakteristik beeinflusst werden kann), die Stellung "Performance". Dabei bleibt der V6-Motor - anders als im Hybrid-Modus - immer im Dienst und sorgt zusätzlich dafür, dass der maximale Wirkungsgrad der Batterie aufrecht erhalten bleibt, um jederzeit die volle Leistung in Schub umsetzen zu können.

Soll es für kurze Zeit ganz zugespitzt zugehen, steht der Modus "Qualify" zur Verfügung. Hier kümmern sich beide Motoren um maximalen Vortrieb, die Kraft kostende Ladung der Batterie wird vorübergehen vernachlässigt.

Faltbares Hardtop

Alleinstellungsmerkmal des 296 GTS gegenüber dem GTB ist das versenkbare Hardtop-Verdeck. Das faltet sich auf Knopfdruck in zwei Teilen bündig über die Vorderseite des direkt hinter dem Cockpit liegenden Motors. Die gesamte Übung dauert nur rund 14 Sekunden und lässt sich vor allem auch im Fahren bis Tempo 45 erledigen. Also keine entwürdigenden Szenen an der Ampel mehr, wenn die Dachakrobatik länger dauert als die Rotlichtphase.

Trotz Hardtop, Batterie und zusätzlichem Elektromotor wiegt der 296 GTS trocken nur 1.540 kg. Das beschert ihm ein rekordverdächtiges Leistungsgewicht von 1,86 kg/PS. Mitverantwortlich dafür ist der schlanke V6-Motor, der rund 30 kg weniger wiegt, als der bisher in Mittelmotor-Zweisitzern verbaute Ferrari-V8.

Für die Fahrleistungen bedeutet das: Der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 wird in 2,9 Sekunden erledigt, Tempo 200 erreicht man nach 7,6 Sekunden. Um danach wieder zum Stehen zu kommen, reicht ein Bremsweg von 107 Metern. Bleibt man am Gas, ist erst jenseits von Tempo 330 Schluss - oder wenn einem die Straße ausgeht.

Assetto Fiorano

Wem das noch nicht reicht, der kann den 296 GTS auch mit einem "Ultra-Hochleistungspaket" namens "Assetto Fiorano" bekommen. Neben der exkusiven Lackierung mit Anklängen an den legendären 250 Le Mans gibt es unter anderem spezielle, aus dem GT-Rennsport stammende Multimatic-Stoßdämpfer oder exklusive Anbauteile aus Karbonfaser vorne, die für bis zu 10 kg mehr Anpressdruck sorgen können.

 

 

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