Fiat Panda CNG

© Schubert Daniel

Testbericht
08/26/2013

Fiat Panda CNG: Gas geben – einmal wörtlich genommen

Zusätzlich zu den Benzin- und Dieselmotoren steht nun auch eine Variante mit Gas als Treibstoff zur Wahl.

Der Panda ist ein süßer, schwarz-weiß gefleckter Bär, der in einigen wenigen chinesischen Provinzen lebt und jede Menge Bambus frisst. So weit, so gut, aber der Panda ist auch seit 1980 fester Bestandteil von Fiats Portfolio. Die aktuelle Generation trat nun in der CNG-Version zum Motor-KURIER-Test an.

CNG – steht für Compressed Natural Gas, also Erdgas – ist auch nach Jahren immer noch irgendwie exotisch. Zu Unrecht: Der 0,9-Liter-Twinair ist ein turbogeladener 2-Zylinder, der 80 PS an die Vorderachse bringt und den hochgestellten Erdgas-Panda flott durch die Stadt bewegt. Im hochtourigen Bereich – also vor allem auf der Autobahn – geht das kleine Triebwerk nicht gerade piano, sondern eher mezzoforte bis forte ans Werk. Das 5-Gang-Getriebe und das Fahrwerk leisten sich kaum Schwächen, stechen aber im Vergleich mit der Konkurrenz nicht wirklich hervor – guter Durchschnitt eben.

Optisch ist der neue Panda bereits bekannt, somit unterscheidet sich die CNG-Version nicht von den benzingetriebenen Varianten. Der Innenraum wirkt aufgeräumt und auf sympathische Weise verspielt. Einziges Manko ist die viel zu grelle Kontrolllampe des Fernlichts, welche in der Nacht unangenehm blendet.

Klein und wendig

Als bevorzugtes Revier des kompakten Panda entpuppt sich recht schnell die Kombination Stadt und Kurzstrecke, die der Panda aufgrund seiner Wendigkeit und Parkplatzfreundlichkeit gut meistert.

Die von Fiat prognostizierten 3,4 Kilo Erdgas auf 100 Kilometer konnten im Test nicht erreicht werden, da der Autobahnanteil sehr hoch war. Im Stadtbetrieb sind Werte unter 4 Kilo aber locker zu erreichen.

Wobei wir beim wichtigsten Thema wären: Volltanken für knapp 12 Euro. Verglichen mit der Benzinvariante des 0,9-Liter-Twinair-Motors entspricht das (im Normverbrauch) bei derzeitigem Preisniveau einer Ersparnis von gut 30 bis 40 Prozent. 2500 Euro Mehrpreis wollen aber erst wieder hereingefahren werden. Wenn einmal keine der gegenwärtig 175 vorhanden CNG-Tankstellen in Österreich zur Stelle ist, schaltet der Panda einfach auf Benzin um und bedient sich am 35 Liter großen Tank.

Gas geben mit dem Gas- Panda ist ab € 15.590,– möglich.

Fiat Panda 0,9 Natural Power

Antrieb: 2-Zylinder in Reihe, Benzin/Erdgas (CNG), oben liegende Nockenwelle, 4 Ventile/Zylinder, Alu-Zylinderkopf; Turbolader, Ladeluftkühler; Front, 5-Gang-Getriebe;

Spitze 168 km/h, 0–100 in 12,8 Sekunden; Euro 5.

Hubraum: 875 cm³

PS/kW: 80/59

maximales Drehmoment:140 Nm bei 2500 U/min

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, vorderer Hilfsrahmen, vorn Einzelradaufhängung, McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, Stabilisator, hinten Verbundlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, vorn innen belüftete Scheiben-, hinten Trommelbremsen, Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS.

Maße (L x B x H):3653 x 1643 x 1605 mm

Wendekreis: 9,7 m Radstand: 2300 mm Kofferraum: 200–870 l

Zuladung: 460 kg Gesamtgewicht: 1540 kg Tank: 12 kg CNG/35 l

Normverbr.: 3,4 kg/100 km 86 g/km CO²

Testverbr.: 4,7 kg CNG/100km

Preis: 15.590 €

Preis Testwagen: 18.649 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 132 €

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