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Fahrbericht
07/23/2014

Fiat-Zukunft: Mit Italia auf dem Weg nach Europa

Der Markenchef heißt jetzt Italia und die neuen Modelle sollen die Abhängigkeit vom Heimmarkt reduzieren.

von Horst Bauer

Eigentlich ging es ja um die ersten Fahreindrücke mit den beiden neuen Derivaten bekannter Fiat-Modelle. Einerseits der Panda Cross, verschärfte Version des Allrad-Panda, und anderseits der Freemont Cross, eine optisch stärker in Richtung Abenteuer getrimmte Variante des geräumigen Familien-Allradlers mit amerikanischen Wurzeln.

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Aber wenn sich dabei schon der neue Hauptzuständige der Turiner für die Marke Fiat in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika Zeit nimmt für ein Motor-KURIER-Gespräch, kommt natürlich die zuletzt stark diskutierte Zukunft der Marke im nunmehr global aufgestellten Fiat-Chrysler-Konzern zur Sprache. Und die liegt, auch wenn der Chef ironischerweise Gianluca Italia heißt, verstärkt außerhalb des weiterhin dramatisch schwächelnden Heimmarktes. Eines der Schlüsselmodelle dafür wird der zu Beginn des nächsten Jahres startende Fiat 500 X werden. Die mit der Allradtechnik des kleinen Jeep Renegade ausgestattete Version eines kompakten SUV für die 500-Familie steht dem erfolgreichsten Fiat der letzten Jahre optisch wesentlich näher als der Minivan-Ableger 500 L.

Für den kleinen Stammvater selbst steht in absehbarer Zeit übrigens auch ein Generationenwechsel an. Dabei wird man zwar technisch aufrüsten, aber , "die Abmessungen des 500 sind sakrosankt. Er wird sicher nicht größer", beruhigt Signore Italia die Fangemeinde.

Auch der Punto wird einen Nachfolger bekommen. Obwohl "im B-Segment derzeit niemand Geld verdient", so Italia, "werden wir hier mit einem Modell weiterhin vertreten sein."

Große Limousine

Und, entgegen den Gerüchten der letzten Zeit, wird die Marke Fiat im Konzernverbund nicht auf das Kleinwagensegment beschränkt. Italia: "Wir arbeiten an der neuen Generation einer Modellfamilie für das C-Segment." Die Limousine soll 2016 starten, Kombi & Co. folgen später.

Bereits ab Oktober zu haben ist hingegen der Panda Cross, der neben der deftigeren Optik dank der 15-Zoll-Räder auch über 9 mm mehr Bodenfreiheit und bis zu 771 mm Wattiefe bietet und zudem mit elektrischer Differenzialsperre und Bergabfahrhilfe aufwarten kann. Zu haben als Diesel (80 PS) bzw. Benziner (90 PS) ab € 18.640,–.

Der Freemont Cross startet schon im August mit zwei Diesel-Motoren zur Wahl (mit 140 bzw. 170 PS) ab 37.350 Euro.