Tests 08/11/2017

Ford Ka+: Ein dickes Plus für die Basis

Ford Ka+: Ein dickes Plus für die Basis
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Das Einsteigermodell von Ford ist fast so groß wie der Fiesta und lockt mit interessantem Preis.

Die Basis wurde bei Ford frisch zurechtgerückt. Einsteiger-Ford ist nunmehr der Ka+. Wobei das Plus allein den eklatanten Unterschied zum früheren kleinen Ford-Modell mit dem Namen Ka gar nicht entsprechend ausdrücken kann.

War der Ka bislang zwar klein (zuletzt auf gemeinsamer Basis mit dem Fiat 500), sonst aber eher stylish, so ist der Ka+ von einer neuen Sachlichkeit geprägt und der Praxisnutzen steht hier über allem. Das fällt schon auf den ersten Blick auf, denn anders als seine Vorgänger hat der Ka+ nunmehr fünf Türen. Und innen wird jeder Quadratzentimeter ausgenutzt, so gut es geht und was eben eine Grundfläche von 3,9 Meter Länge hergibt. Und das ist erstaunlich viel. Vorne sitzt man bequem und steigt ebenso friktionsfrei ein – und für hinten gilt praktisch dasselbe, wenn man sich in Sachen Beinfreiheit mit den vorne Sitzenden gut stellt.

Kofferraum

Im Kofferraum warten 270 Liter (mindestens) auf Befüllung. Wenn man Kritik üben will, bietet höchstens die Stufe bei umgeklappten Sitzen einen Ansatzpunkt. Und: Die Heckklappe ist nur von innen oder mittels Fernbedienung zu öffnen.

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Unser Testwagen hatte 85 PS unter der Haube, die von einem 1,2-l-Benziner generiert werden. Reicht das? Allemal. Der Motor hat mit dem Ka+ nur knapp über 1000 Kilo zu bewegen. Tempo 100 ist nach 13,9 Sekunden erreicht und auch auf der Autobahn hält der kleine Ford ohne Probleme mit – und wirkt dabei nicht einmal laut oder angestrengt. Das liegt auch am passend abgestuften 5-Gang-Getriebe.

Lenkung und Fahrverhalten sind für einen Kleinwagen dieser Sorte ohne Fehl und Tadel, die schmalen Vorderräder kommen nur in flotten Kurven bald ans Ende ihrer Seitenführungskraft und dann beginnt der Ka Plus sanft zu untersteuern.

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Das Cockpit ist sachlich und schnörkellos gestaltet, fürs einfache Zurechtfinden also gerade recht. Einfach gestaltet sind auch die Ausstattungslinien. Den 70 PS Motor gibts in Verbindung mit der Ambiente-Ausstattung, den 85 PS gibt’s in Verbindung mit Trend. Letztere empfiehlt sich schon deswegen, weil hier die Klimaanlage dabei ist. Und auch die Audioanlage inklusive Ford-Sync-System (mit Sprachsteuerung) ist im Trend serienmäßig.

Der Ka+ kostet als Trend ab € 11.450,–, das ist wohlfeil kalkuliert; das 70-PS-Modell wäre bereits ab € 9950,– zu haben.

Antrieb: Vierzylinder-Reihenmotor, 2 Ventile pro Zylinder, fünfach gelagerte Kurbelwelle, doppelte unabhängige Nockenwellensteuerung; Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe: Spitze 166 km/h, 0 – 100 km/h in 13,9 sek. EU 6.

Hubraum: 1.198 cm³

PS/kW: 85/63

maximales Drehmoment: 112 Nm bei 4000/min

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, vorne Einzelradaufhängung mit McPherson Federbeinen, Stabilisator; hinten Verbundlenkerachse mit Querstabilisator; Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, vorne Scheiben- hinten Trommelbremsen, ABS, Berganfahrassistent, Elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) mit Antriebsschlupfregelung (ASR).

Maße (LxBxH): 3929 x 1695 x 1521 mm Wendekreis: 10,1 m Radstand: 2489 mm Kofferraum: 270 - 849 l

Leergewicht: 1055 kg/Gesamtgewicht: 1510 kg Tankinhalt: 42 Liter

Normverbrauch: 4,8l/100 km 110 g/km CO²/ Testverbrauch: 6,6 l/100km

Preis:11.450 €/Preis Testwagen:13.659 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 290,16 €

(Kurier) Erstellt am 08/11/2017