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Frauen sind laut VCÖ sicherer im Straßenverkehr unterwegs als Männer

Männer verursachen doppelt so viele Unfälle mit Personenschaden - Frauen erledigen Großteil der "Mobility of Care".

03/07/2023, 09:01 AM

Das Mobilitätsverhalten von Frauen ist sicherer als jenes der Männer, sowohl für sie selbst als auch für die anderen Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer: Das zeigt eine Analyse des Verkehrsclub Österreich (VCÖ) anlässlich des Internationalen Frauentags am Mittwoch. 

Von 2019 bis 2021 kamen 291 Frauen bei Verkehrsunfällen ums Leben, die Zahl der tödlich verunglückten Männer war mit 825 dreimal so hoch. Ähnlich das Verhältnis im Vorjahr: In den ersten elf Monaten starben 86 Frauen und 253 Männer im Straßenverkehr.

Frauen verursachen laut VCÖ auch in Summe weniger Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Laut Statistik Austria, basierend auf den Erhebungen der Polizei, waren 2021 insgesamt 10.088 Frauen Verursacherinnen eines Unglücks mit Verletzten. Von Männern wurden mit 21.360 doppelt so viele solcher Unfälle verursacht. Das galt auch 2020 (Männer: 20.175, Frauen: 9.287).

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Das Mobilitätsverhalten unterscheidet sich allerdings auch von jenem der Männer: Frauen sind laut VCÖ in Summe häufiger zu Fuß unterwegs, lenken etwas seltener ein Auto und fahren deutlich seltener mit dem Motorrad. Der öffentliche Verkehr wird ähnlich häufig genutzt. Das Fahrrad nützen beispielsweise in Vorarlberg und Niederösterreich Frauen so oft wie Männer als Verkehrsmittel, in den großen Städten wie Graz und Wien fahren sie weniger damit als Männer.

Frauen legen im Schnitt geringfügig mehr Alltagswege zurück als Männer, aber weniger Kilometer: Laut der jüngsten landesweiten Erhebung 2013/14 sind sie in Summe um ein Viertel weniger Kilometer unterwegs. Dabei erledigen sie um zwei Drittel mehr Einkaufswege und sogar um rund drei Viertel mehr Hol- und Bringwege. "Die speziellen Anforderungen, die 'Mobility of Care' mit sich bringt, werden derzeit in der Verkehrsplanung viel zu wenig berücksichtigt", sagte Lina Mosshammer vom VCÖ dazu. Das meint die Mobilität für Betreuung und Begleitung etwa mit kleinen Kindern oder pflegebedürftigen Personen. Außerhalb der großen Städte sind dabei mangelnde öffentliche Verbindungen häufig ein Problem.

Dieses trifft Frauen laut VCÖ auch bei ihren Arbeitswegen stärker. Rund 80 Prozent der Teilzeitjobs entfallen auf Frauen. Öffentliche Verbindungen seien aber vor allem auf die klassischen Pendelzeiten von Vollzeitjobs abgestimmt. Es seien mehr Bahn- und Busverbindungen auch tagsüber und zu Tagesrandzeiten sowie eine stärkere Berücksichtigung der vielfältigen Mobilitätsmuster in der Verkehrsplanung nötig.

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