News 05.12.2011

Gar nicht klein: Mini Countryman

Gar nicht klein: Mini Countryman
© werk

Wie sich der bisher größte Mini, der erste mit vier Türen und Allradantrieb, auf der Straße anfühlt und warum er fast ein waschechter Österreicher ist.

Ein Auto ist wie ein Kleid. Erst durch den Benutzer entfaltet es seinen Charakter", sagt Rauno Aaltonen, finnischer "Rallye-Professor". Vom Beifahrersitz aus erklärt er, wie der Mini Countryman richtig und sicher durch die Kurven, über rutschige Fahrbahnen und durch Wasserfontänen zu bewegen ist. "Sie können ruhig schneller mit ihm fahren", so der Profi.

Unterwegs

Der Countryman ist der familienfreundlichste Mini bisher.
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Der Countryman ist der bisher größte Mini und der erste mit vier seitlichen Türen und vier angetriebenen Rädern. Die Daten dazu: L x B x H 4097 x 1789 x 1561 mm, Radstand 2595 mm, Gewicht ab 1265 kg. Der Einstieg hinten soll selbst mit Schuhgröße 46 problemlos sein. Er hat um 19 mm mehr Bodenfreiheit als der normale Mini und bietet dank erhöhter Sitzposition (+70 mm) mehr Überblick, aber Schlamm- und Kletterpartien entsprechen wohl nicht seinem Naturell. "Er ist kein Offroader", wird betont. Aber selbst auf Asphalt kann er in punkto Kurventalent nicht mit dem "normalen" Mini mithalten, trotz Allradantrieb schiebt er bei schärferer Gangart kräftig über die Vorderräder.

Der Countryman ist der familienfreundlichste Mini bisher.
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Dafür finden vier Erwachsene bequem Platz und für einen Mini gibt es ein respektables Ladevolumen. Der Innenraum soll fast dem des VW Golf entsprechen. Das Ladevolumen beträgt 350 bis 1170 l. Die zwei Einzelsitze oder die Dreierbank hinten sind getrennt verschieb-, klapp- oder umlegbar. Reserverad ist wegen der Runflat-Reifen nicht nötig.

Der Countryman ist der familienfreundlichste Mini bisher.
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Beim Antrieb nutzt Mini den BMW-Fundus. Effizienz ist auch hier das Motto. Die Benziner sollen mit ca. 6 l/100 km auskommen, der sparsamste Diesel mit 4,3 l.
Zur Markteinführung am 18. 9. gibt's drei Benziner (1,6 mit 98, 122 und 184 PS) sowie zwei Diesel (90 und 112 PS). Geschaltet wird per 6-Gang-Handschalter oder mit 6-Gang-Automatik (vorerst für die Benziner, später auch für die Diesel), Start-Stopp gibt's nur mit dem Handschalter, den Allradantrieb "All4" (Extra) für Diesel und Cooper S. Die Preise stehen bei uns noch nicht fest, in Deutschland beginnen sie bei € 20.000,-.

Gebaut wird der Countryman bei Magna in Graz. Da auch seine Diesel-Motoren aus Österreich kommen (BMW Steyr), ist das Auto "fast hundertprozentig österreichisch", so ein Mini-Techniker.

(Kurier) Erstellt am 05.12.2011