Die neue Mercedes E-Klasse von innen.

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Interieur
12/14/2015

Großes Kino in der neuen Mercedes E-Klasse

Das Auto zeigt Mercedes noch nicht, das Cockpit durften wir aber schon in Augenschein nehmen.

von Michael Andrusio

Man merkt recht bald, worauf die Ingenieure bei Mercedes so richtig stolz sind. "Das Doppeldisplay, das so wirkt, als ob es ein durchgehendes Display wäre, war eine besondere Herausforderung für die Ingenieure", erzählt Hartmut Sinkwitz, Leiter des Interieur-Designs.

Noch bevor die neue E-Klasse anlässlich der Autoshow in Detroit enthüllt wird, zeigt uns Mercedes schon vorab das Cockpit des Autos – wie gesagt, sie sind ziemlich stolz darauf in Stuttgart. Prinzipiell kennt man das Muster mit zwei großen Schirmen schon von der S-Klasse, nur im E schaut es eben wie ein durchgehender Schirm aus. Widescreen-Kombiinstrument nennt man das bei Mercedes. Durch ein durchgehendes Deckglas entsteht eine Flatscreen-Optik. Die Schirme haben eine Bilddiagonale von jeweils 13,2 cm und eine Auflösung von 1920x720 Pixel.

Drei Stile

Dass man die Anzeigen nach Lust und Laune verstellen und individualisieren kann, versteht sich eigentlich von selbst. Herausgestrichen seien drei vordefinierte Stile für die Armaturen. Bei Classic schaut es so aus, wie man es in einem noblen Mercedes erwartet, bei Sport leuchten die Ziffern in gelber Signalfarbe und bei Progressive spielt’s Raumschiff Enterprise ("Da haben wir uns von Science-Fiction-Filmen inspirieren lassen", sagt Herr Sinkwitz).

Übrigens: Das Einsteigermodell des neuen E wird weiterhin über zwei Rundinstrumente (Tube) verfügen (dazu kommen separat ein Kombi-Farbdisplay und ein großes Zentraldisplay). Das hat man uns gar nicht im Detail vorgeführt.

Sehr wohl ausprobieren durften wir aber das neue Bediensystem mittels Touch Control. Das funktioniert so, dass in den Speichen des Lenkrads zwei Touch Control Buttons integriert sind, mit denen man mittels Wischen (am einfachsten mit dem Daumen) durch die Menüpunkte surfen kann und selbige mit Drücken anwählt. Das hat den Vorteil, dass man die Hände am Lenkrad belassen kann und als Besitzer eines Smartphones wird einem das Prinzip durchaus vertraut vorkommen.

Wer das nicht mag, bzw. wenn der Beifahrer Hand anlegen soll, steht auch ein Touchpad zwischen den Sitzen zur Verfügung und manche Funktionen lassen sich auch ganz klassisch mit eigenen Bedientasten aktivieren.

Materialien

Zum Wohlbefinden an Bord sollen auch hochwertige Materialien wie offenporige Hölzer oder Holz im Yachting Look und eine individuell anpassbare Lichtatmosphäre sorgen. 64 Farben stehen zur Auswahl, rechnet man uns bei Mercedes vor. Auch die Sitze sollen "sinnliche Ästhetik" verbreiten und ein "echtes Kunstwerk" sein – jedenfalls sitzt man sehr gut im neuen E, das können wir nach der ersten Sitzprobe schon vorwegnehmen.

Markteinführung für die neue E-Klasse ist bei uns ab Frühjahr 2016. Zuerst als Limousine, das T-Modell folgt später.