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04.06.2013

Honda CB500X: Das SUV unter den Motorrädern

Aller guten Dinge sind drei: Mit dem Abenteuerbike ist der neue Baukasten komplett.

Die Parallelen sind unübersehbar: Was Honda als letztes Mitglied des neuen Halbliter-Baukastens präsentiert, ist ein astreines Sport Utility Vehicle. Dieser Gattungsbegriff wurde ja bislang nur auf Autos angewendet, kann aber nun ungeniert auch Motorräder erfassen – denn die neue CB500X kokettiert ebenfalls mit dem Geruch des Abenteuers und suggeriert Geländetauglichkeit, die wie bei den meisten Autos im besten Fall auf Schotterwegen endet.

Aber auch die positiven Seiten vierrädriger SUV sind zu finden: Die leicht erhöhte Sitzposition, die freundliche Alltagstauglichkeit und dank moderner Prägung auch ein sparsamer Umgang mit dem Haushaltsbudget; Preis (6590 Euro) und Spritverbrauch wetteifern hier beim Knausern.

Designerware

So kommt der CB500X also die modernste Rolle innerhalb ihrer eigenen Familie zu. Nach dem klassischen Naked Bike (CB500F) und einem Sportler (CBR500R) zieht sie stilistisch die flotteren Register. Mit längeren Federwegen, einer moderat erhöhten Sitzbank (auf 810 Millimeter) und der stolzen Front samt kleinem Windschild stellt sie sich optisch ganz klar auf den ersten Startplatz. Auch Honda rechnet übrigens damit, dass die X am meisten Liebhaber finden wird.

Was mit dem Design beginnt, setzt sich bei der Bedienungsfreundlichkeit fort. Die aufrechte Haltung und der im Vergleich zu den verschwisterten 500ern etwas breitere Lenker führen zu einer entspannten Sitzposition mit guter Übersicht und feiner Ergonomie.

Das Fahren selbst geht so leicht von der Hand wie bei den anderen 500ern, vielleicht sogar noch ein bisschen leichter. Die etwas längeren Federwege erhöhen den Komfort, der breitere Lenker unterstützt das Einlenken. Mit vollgetankt 196 Kilo ist die X zudem nur um vier Kilo schwerer als das Naked Bike.

Einfach angenehm

Die Unkompliziertheit in allen Belangen gründet sich auch auf den neuen Zweizylindermotor, der weiterhin 48 PS leistet. Damit wurde er für die neue Führerscheinstufe A2 maßgeschneidert. Mit seiner Ausgleichswelle geht er sanft ans Werk und lässt sich munter hochdrehen – was für sportliche Performance auch verpflichtend ist; bei rund 7000 Umdrehungen gibt’s noch einmal einen Kick.

Wer moderater unterwegs ist, wird sich eher über die Geschmeidigkeit des Zweizylinders und seinen Normverbrauch von 3,7 Liter auf 100 Kilometer freuen. In Verbindung mit dem 17-Liter-Tank ergibt sich damit eine theoretische Reichweite von rund 460 Kilometern.

Mit diesem Talent zum Dauerläufer, dem erstaunlich guten Windschutz und dem reichhaltig verfügbaren Zusatz-Equipment darf man ruhig auch an die eine oder andere Reise denken. Oder wie man bei SUV sagt: An Abenteuer aller Art.