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05.12.2011

Honda Civic: Nummer 9 ist startklar

Neuauflage des kompakten Golf-Konkurrenten mit futuristischem Design und großem, variablem Innenraum.

Der Civic ist eine seit Langem wohlbekannte Größe. 1973 in Japan auf den Markt gekommen und seit 1980 auch bei uns zu haben, hat sich das Fernost-Kompaktfahrzeug seither einen guten Ruf geschaffen, ohne freilich an die Verkaufszahlen eines VW Golf auch nur annähernd heranzukommen.

Mag sein, dass das am individuell-mutigen Design liegt, das auch in der nun neunten Auflage beibehalten wurde: Ausgeprägte Keilform, spitzer Fahrzeugbug, flache Windschutzscheibe und ein coupéartig abfallendes Heck heben den um 5 Zentimeter auf nunmehr 4,30 Meter gewachsenen Japaner klar aus der Masse von Golf, Focus oder Astra hervor.

Glas statt Plastik

Dass der neue Civic so aussieht wie der Alte, muss nicht unbedingt von Nachteil sein. Dass der Querbalken in der Heckscheibe, der die neu gestalteten Rücklichter verbindet, nach wie vor die Sicht nach hinten einschränkt, schon.

Immerhin besteht das untere Scheibenelement nun aus Glas (samt separater Heizdrähte) und nicht mehr aus stark verzerrendem Kunststoff.

Klar besser als im Vorgängermodell: Das überarbeitete Fahrwerk. Civic Nummer Neun rollt deutlich geschmeidiger über Sünden der Straßenbauer, Fahrbahnunebenheiten werden gekonnt weggefiltert. Auch deshalb, weil an der Hinterachse nun statt Gummibuchsen moderne Hydrauliklager zum Einsatz kommen.

Unbestritten größter Civic-Pluspunkt ist das großartige Raumangebot. Clou des variabel nutzbaren Innenraums sind die hinteren Sitze, die wie Kinosessel hochgeklappt werden können und so den Transport sogar eines Mountainbikes erlauben.

Großer Kofferraum

Nicht unclever ist auch die Positionierung des Tanks: Der sitzt nicht wie üblich unter der Rückbank, sondern unter den Vordersitzen - mit dem Ergebnis, dass in den Civic deutlich mehr hineinpasst als bei den Konkurrenten: Zwischen 477 und 1378 Liter Ladegut fasst der Frachtraum, eine absolute Rekordmarke für dieses Fahrzeugsegment.

Bei der Motorenpalette gibt's jedoch kaum Fortschritte. Die beiden Saugbenziner mit 1,4 und 1,8 Liter Hubraum (100 bzw. 142 PS) wurden zwecks Senkung von Verbrauch und Emission zwar überarbeitet, enttäuschen aber wegen ihrer ausgeprägten Lethargie. Die bessere Wahl ist daher der von 140 auf 150 PS erstarkte 2,2-Liter-Turbodiesel (i-DTEC), der den Civic ebenso kultiviert wie souverän antreibt.

Einigermaßen seltsam: Turbo-Benziner oder eine Hybridvariante, bei der Honda auf die Technologie des Insight hätte zurückgreifen können, sind nicht vorgesehen.

Markteinführung und Preise stehen schon fest: Los geht's ab 14. April 2012, der 1,4 kostet 17.990 Euro, der 1,8 19.990 Euro.

Der 2,2-Diesel kommt auf 21.990 Euro.

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