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Fahrbericht

Honda ZR-V: Was kann das neue SUV mit Hybridantrieb?

Mit dem ZR-V erweitert Honda sein SUV-Angebot. Es gibt nur eine (Hybrid-)Motorisierung und die ist wirklich gut.

von Michael Andrusio

06/20/2023, 07:01 AM

Das Dechiffrieren von Auto-Modellbezeichnungen ist mitunter durchaus spannend. Honda macht es einem zumindest bei den SUV-Modellen nicht gerade leicht. Der Neuzugang hört auf ZR-V und man erklärt, dass das Z gewissermaßen für die angepeilte Zielgruppe steht - also die Generation Z. Lustig ist, dass es das Auto auch in den USA gibt, dort aber als HR-V verkauft wird.

Egal ob X, Y, Z oder Baby Boomer - der ZR-V soll ein Auto für all jene sein, die ein SUV wollen, das ein wenig sportlich daherkommt, aber immer noch elegant wirkt. In der Honda Modellfamilie reiht sich der ZR-V zwischen HR-V und CR-V ein. Technisch übernimmt der ZR-V einiges vom Civic, darunter einen Teil der Plattform und vor allem den Antrieb.

>> Mehr dazu: Honda Civic e:HEV im Test

Honda bietet den ZR-V nämlich nur mit einer Antriebsoption an, dem e:HEV Vollhybrid, so wie ihn auch der neue Civic unter der Haube hat. Heißt, es werden ein 2.0-l-Benzinmotor und zwei Elektromotoren kombiniert und die Systemleistung liegt bei 184 PS. Je nach Fahrweise fährt man rein elektrisch (vor allem in der Stadt), im Hybridmodus (auch hier treibt der E-Motor die Räder an und der Strom wird vom Verbrenner erzeugt) oder die Kraft des Verbrenners geht direkt an die Räder (z.B. bei konstanter flotter Fahrt auf der Autobahn). Für die Technikinteressierten: Im Hybridmodus arbeitet das System als serieller Hybrid, im so genannten "Engine Drive" als paralleler Hybrid.

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Das System entscheidet, was wann zugeschaltet wird und als Fahrer muss man sich um nichts kümmern.

Akustik

Honda hat den Hybridantrieb mittlerweile soweit kultiviert, dass man das Heulen, das manche Systeme produzieren, wenn sie die volle Leistung liefern müssen, völlig ausgetrieben hat. Honda verbaut auch kein CVT-Getriebe, sondern nutzt hier einen Direktantrieb. Dafür hat man eine sogenannte Linear Shift Control, die das Motorgeräusch auf die Drehzahl abstimmt. Wie fühlt sich das an? Wenn man dem Motor wirklich die Sporen gibt, klingt er irgendwann kernig - entwickelt dabei aber keine unangenehmen Frequenzen. Wirklich nötig ist das sowieso nicht, die Antriebseinheit liefert dank Elektrounterstützung von Anfang an ausreichend Kraft und das Zusammenspiel von Verbrenner und Elektromotoren funktioniert so stimmig, dass man als Fahrer meist gar nicht an die ausgefeilte Choreographie denkt.

Honda gibt für den ZR-V einen Verbrauchswert von 5,7 Liter auf 100 Kilometer an.

Antrieb: Vollhybrid, 2,0-l-Benziner (Atkinson) mit 143 PS plus zwei Elektromotoren, Systemleistung: 184 PS; Frontantrieb

Fahrleistungen: 0 - 100 km/h in 7,8/8,0 Sekunden, Spitze 173 km/h

Abmessungen: Länge 4568 mm, Breite 1840 mm, Höhe 1620 mm, Radstand 2657 mm; Kofferraumvolumen 380 - 1312 Liter (Advance 370 - 1291 Liter); Gewicht ab 1589 kg

Verbrauch: 5,7 Liter/100 km

Gut ins Bild passt die ausreichend exakte Lenkung und auch das Fahrwerk ist fein abgestimmt, wobei der ZR-V ja kein Sportwagen ist (und auch keiner sein soll). Übrigens hat der ZR-V bei den verschiedenen Fahrmodi auch einen Schneemodus auf Lager. Allradantrieb gibt es für den ZR-V freilich nicht.

Weitgehend vom Civic übernommen wurde auch die Cockpitgestaltung, was auch kein Fehler ist. Funktionen wie Klimasteuerung oder Lautstärke fürs Audiosystem sind als klassisch-analoge Drehregler ausgeführt. Der Touchscreen ist ausreichend groß und liefert alle notwendigen Informationen und die Auflösung ist gut ablesbar. Abhängig von der Ausstattung kann man auch ein Head-up-Display bekommen. Ein fescher Akzent ist auch die wabenartige Leiste, wo auch die Luftausströmer integriert sind.

Stichwort Ausstattungen. Honda bietet den ZR-V in drei Ausstattungslinien an - als Elegance, Sport und Advance. Der Sport hat den Frontgrill im Wabendesign (sonst sind es vertikale Lamellen), dafür hat der mit allen Annehmlichkeiten ausgestattete Advance ein etwas geringeres Kofferraumvolumen. Grund ist, dass der Advance ein aufwendiges Soundsystem samt Subwoofer im Kofferraum dabei hat. Das Platzangebot ist, auch auf den hinteren Sitzen, ohne Fehl und Tadel.

Die Autos kommen voraussichtlich ab Herbst zu den Kunden, die Preise starten bei 42.490 Euro

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