Hyundai i10

© Andrusio Michael

Vorstellung
09/14/2013

Hyundai i10: Als größter Zwerg auf der Suche nach Kundschaft

Die neue Generation des kleinsten Modells der Koreaner lässt das Vorgängermodell in allen Belangen sehr weit hinter sich.

von Horst Bauer

Der Adressat der Botschaft war eindeutig. Allan Rushforth, Hyundai-Statthalter in Europa, konnte sich ein breites Grinsen nicht verkneifen; „In unserem neuen i10 kann der Fahrer alle vier Seitenscheiben bequem von seinem Platz aus bedienen.“

Was im Kleinwagensegment, in dem es auf jeden Euro ankommt, keine Selbstverständlichkeit ist. Dass dieser Kostendruck beim Konkurrenzmodell, dem VW Up, dazu geführt hat, dass diese Schalter eingespart wurden (die rechte Seitenscheibe kann nur vom Beifahrerplatz aus bedient werden), hat nicht nur für Kritik in der Fachpresse gesorgt, sondern den Koreanern beim Thema Ausstattungsvielfalt praktisch einen Elfmeter aufgelegt.

Denn mit dem neuen i10 versucht sich Hyundai nicht nur von der dicht gedrängten Konkurrenz durch einen Hauch von Premium-Anspruch abzusetzen, sondern lässt auch das eigene Vorgängermodell weit hinter sich. Optisch vom Designteam in Deutschland gestaltet, setzt man den neuen i10 hart an die Grenze zum nächsthöheren Segment. Und das nicht nur hinsichtlich der Abmessungen (mit 3655 mm ist er um 80 mm länger, mit 1660 mm um 65 mm breiter als der Vorgänger und der Kofferraum fasst mindestens 252 l Ladegut), sondern eben auch der verfügbaren Ausstattung, die bis zum auf Wunsch geheizten Lederlenkrad reicht (von den vier elektrischen Fensterhebern ganz zu schweigen).

Damit wird man sich aber auch um neue Kundschaft umsehen müssen, die sich nicht nur aus Aufsteigern vom vergleichsweise frugalen – und damit auch billigeren – Vorgänger rekrutieren wird können.

Der Start in Österreich ist für den kommenden November geplant. Um die Preise wird noch heftig gerungen.