News 05.12.2011

Hyundai i30 Kombi: Öko kostet extra

Hyundai i30 Kombi: Öko kostet extra
© Fotos: Hyundai

Der Einstiegsdiesel ist eine relativ sparsame Alternative, allerdings mit einer seltsamen Option.

Dem Fahrer wird jetzt blau vor Augen, und zwar ständig. Im Zuge des zur Modellhalbzeit üblichen "Facelifting", also einer Art Schönheitsoperation, hat Hyundai jetzt auch im Modell i30 die Armaturen in - nach Eigenangaben - "cooles blaues Design" gekleidet. Wie in anderen Hyundai-Modellen auch sind silberne Tasten mit blauer Hintergrundbeleuchtung allerdings besonders bei Dunkelheit kein Ausbund an guter Ablesbarkeit, auch wenn sie nicht schlecht ausschauen.

Außen sind die optischen Änderungen durchaus auffällig, sie reichen von einem neuen Markengesicht ("hexagonaler Kühlergrill") über die neue Form der Frontstoßstange bis zu den neuen, integrierten Nebelscheinwerfern. An den Seiten finden sich zudem dezente Teile eines "Styling-Kit".

Hyundai i30 unterwegs: Komfortables Fahrwerk und klassenübliches Handling stehen auf der Habenseite.
© Fotos: Hyundai

Der Einstiegsdiesel mit 90 PS Leistung lässt unterhalb von 2000 Umdrehungen auf sich warten, was eifriges Betätigen der (knackigen) Schaltung erfordert. Dreht man den Motor aber aus und schaltet rasch durch, wirkt der Wagen viel spritziger, als es die technischen Daten erwarten lassen. Der Verbrauch kommt nie in die Nähe der versprochenen 4,5 l/ 100 km, ist mit unter sechs Litern im Durchschnitt aber noch immer herzeigbar.

Über die Kombi-Eigenschaften des i30, den Hyundai einen "Crossover Wagon" nennt, gibt es nichts zu klagen, asymmetrisch geteilt umlegbare Rückbanklehne ist ebenso an Bord wie ein sehr breiter Laderaum. Auch die Ausstattung in der Version "Comfort" ist ordentlich, Klimaautomatik, Lederlenkrad, ESP, Radiofernbedienung, Sitzheizung, USB- und AUX-Anschluss sowie Kartentaschen an der Rückseite der Vordersitze seien nur exemplarisch aufgezählt.

Extra

Hyundai i30 unterwegs: Komfortables Fahrwerk und klassenübliches Handling stehen auf der Habenseite.
© Fotos: Hyundai

Umso mehr muss verwundern, dass auf dem Auto außen plakativ "Blue drive" draufpickt, aber umgekehrt ausgerechnet die spritsparende Start-Stopp-Automatik ("ISG") extra zu bezahlen ist. Wie viele Kunden werden dafür wohl brutto 350 Euro auf den Tisch legen, wenn ums gleiche Geld auch schon ein Tempomat wohlfeil ist?

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(Kurier) Erstellt am 05.12.2011