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09/06/2019

Hyundai Ioniq: Was ist neu beim Elektroauto?

Hyundai gibt dem Ioniq Elektro mehr Reichweite und mehr Kraft. Wir konnten mit dem E-Auto erste Probekilometer fahren.

von Michael Andrusio

Der Ioniq-Kunde kann bei Hyundai gleich zwischen drei verschiedenen Antriebsquellen wählen: Hybrid, Plug-in-Hybrid und rein elektrisch. Dabei erwies sich in den letzten Jahren als die attraktivste für die Kunden. 60 Prozent wählen bei uns den Ioniq Elektro, 30 Prozent den Hybrid und 10 Prozent den Plug-in-Hybrid.

Grund genug also für uns, den Ioniq Elektro nach der Überarbeitung Probe zu fahren. Optisch hat sich wenig geändert, allerdings gibt's vorne nun Voll-LED-Scheinwerfer, die auch gleich für eine neue Lichtsignatur sorgen. Die Front ist wie gehabt geschlossen, allerdings verfügt der Ioniq über so genannte Active air flaps, die dann aufgehen, wenn die Technik dahinter Kühlluft benötigt.

Weitaus intensiver haben die Hyundai-Designer den Innenraum umgekrempelt, der dank neuer Materialien höherwertiger wirkt. Markantestes Merkmal ist der Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole, der abhängig davon, ob man Navi nimmt oder nicht, zwischen acht und 10,25 Zoll groß ist.Wenn man das Navi bestellt, kann man auch Hyundais neues BlueLink-System nutzen, aber dazu später mehr.

Wichtigste Neuerung für den Ioniq ist aber die größere Reichweite. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert nunmehr bis zu 38,3 kWh. Damit fährt der Ioniq (laut Hersteller) bis zu 311 Kilometer weit. Das mag nach einem überschaubaren Fortschritt gegenüber dem Vorgänger wirken, allerdings sind die 311 Kilometer nach WLTP-Zyklus gemessen, also deutlich realitätsnäher. Das entspricht auch unseren Erfahrungen auf der ersten Testrunde. Der Ioniq Elektro kommt etwa 300 Kilometer weit, ohne dass man zu viele Abstriche in Sachen Fahrleistungen machen müsste. Der Verbrauch pendelte sich bei etwa 12,5 kWh ein, was ein sehr guter Wert ist. Stichwort Fahrleistungen: Auch hier bietet der überarbeitete Ioniq mehr, der Elektromotor leistet nun 100 kW, das entspricht 136 PS, als 16 PS mehr als vorher.

1-Pedal

Wie man es vom Ioniq Elektro kennt, hat der Fahrer zwei Schaltwippen hinter dem Volant, um die Stärke der Rekuperation beim Verzögern zu justieren. Neu ist das so genannte 1-Pedal-System, mit dem man das Auto nur mittels Schaltwippe zum absoluten Stillstand verzögern kann - ohne zusätzlich die Bremse betätigen zu müssen.

Kommen wir zum Thema BlueLink. Dies ist eine App, mit der der Besitzer über die Befindlichkeiten seines Hyundai auf dem Laufenden gehalten wird. So kann man überprüfen, ob das Auto abgeschlossen ist, das Fahrzeug vor einer Fahrt rechtzeitig vorheizen oder kühlen oder eine Route fürs Navigationssystem zusammenstellen und ans Auto schicken.

BlueLink wird mit dem neuen Ioniq und dem Kona Hybrid eingeführt, weitere Baureihen folgen 2020.

Was Sicherheitssysteme betrifft, so sind Autonomer Notbremsassistent inkl. Fußgänger- und Radfahrererkennung, Rückfahrkamera mit dynamischer Begrenzungssignalisierung, Müdigkeitserkennung oder Spurhalteassistent serienmäßig an Bord. Übrigens kann man die Heckkamera beim Ioniq auch bei höheren Geschwindigkeiten aktivieren.

Stichwort Kosten. Der Hyundai Ioniq Elektro kostet ab € 37.490,-. Markteinführung ist ab Mitte Oktober.