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05.12.2011

Hyundai Veloster: Der Nicht-Sportler

© Bild: Werk

Mit ihm will sich Hyundai bei den kleinen Coupés positionieren.

Zunächst ist Warten angesagt. Für die Kundschaft. Und Nachdenken - für die Marketingstrategen der Koreaner.

Nicht wie vor Kurzem angekündigt im Mai, sondern erst im September wird es das kleine Coupé mit der besonderen Türanordnung (eine auf der Fahrer-, zwei auf der Beifahrerseite) zu uns schaffen. Damit hat man noch Zeit, das Auto der Kundschaft zu erklären. Trotz der flotten Optik will der Veloster nämlich kein Sportwagen sein, sondern ein Spaßauto für Leute, die von der knalligen Optik angezogen werden und geringe -Werte (zirka 135 g/km) schätzen.

Da nur maximal 8000 Autos nach Europa kommen werden, sieht man die Sache hier eher als Chance, auf Hyundai noch mehr aufmerksam zu machen.

Bei einer ersten Ausfahrt zeigte sich das kleine Coupé dieser Aufgabe gewachsen. Der Showeffekt ist von teureren Coupés kaum zu übertreffen. Allerdings zeigte sich auch, dass die Positionierung als Leider-nein-Sportwagen zu Recht erfolgt. Der 140 PS starke 1,6-l-Vierzylinder sollte der Papierform nach mit dem rund 1,2 Tonnen wiegenden Veloster keine Probleme haben. Sein Drehmomentverlauf (nur 167 Nm und das erst bei 4850 Touren) steht dem aber etwas im Weg.

Drehzahl

Ohne hohe Drehzahlen geht gar nichts, wenn's halbwegs der sportlichen Optik entsprechend vorangehen soll. Temperamentbündel ist der Veloster also keines, was aber in den USA, wo er als schickes Erstauto für Lenkrad-Einsteiger gut betuchter Familien positioniert werden soll, auch niemandem abgehen dürfte.

In Europa wird die Kundschaft zwar älter sein und sich vielleicht eine bessere Verteilung der Kraft (mehr Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen) wünschen, die ausgefallene Optik könnte für Coupé-Freunde mit gesundem Selbstbewusstsein jedoch einiges wettmachen.
Und für alle anderen wird heftig von einer angeschärften Sportversion in überschaubarer Zukunft gemunkelt.