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News
07/03/2020

INEOS Grenadier: Off-Roader im Geist des Ur-Defender entsteht mit Hilfe aus Graz

Für die Entwicklung holten die Briten die Experten von Magna Steyr an Bord. Die Produktion soll 2021 anlaufen.

Die INEOS-Gruppe ist ja eigentlich im Bereich der Petrochemie tätig und beschäftigt 23.000 Angestellte in 183 Betriebsstätten in 26 Ländern. Man ist Sponsor des Mercedes-AMG Formel 1 Teams, leistet sich ein eigenes Radteam, das Team INEOS, und ist stolzer Besitzer des Fußballclubs OGC Nizza.

Und nun gehört zur INEOS Gruppe auch INEOS Automotive, wo ein Offroader namens Grenadier in Entwicklung ist. Der Vorstandsvorsitzende Jim Ratcliffe (übrigens selber ein Autofan) befand im Jahr 2017, dass es eine Nische für einen echten, praktisch unverwüstlichen Offroader geben wird (nachdem zu dieser Zeit deutlich wurde, dass der neue Land Rover Defender nicht mehr dafür passen werde).

"Wir wollen den pursten 4x4 der Welt bauen, gedacht für Abenteurer, Landwirte und Off-Road-Enthusiasten auf der ganzen Welt", sagt Jim Ratcliffe. Und der INEOS-Chef weiter: "Ich war immer ein großer Bewunderer des Land Rover Defender und seinen Off-Road-Fähigkeiten und unser Grenadier ist davon inspiriert. Aber auch wenn er den alten Defender-Geist in sich trägt, wird unser Auto ein großer Fortschritt gegenüber den früheren Modellen."

Also begann man mit der Entwicklung eines entsprechenden Fahrzeugs. Und dafür hat man sich kompetente Unterstützung geholt, denn mit an Bord für die Entwicklung ist Magna Steyr aus Graz, wo man ja reichlich Erfahrung mit allradgetriebenen Fahrzeugen hat. Magna Powertrain war von Anbeginn mit an Bord und entwickelt Chassis und Fahrwerk für den Grenadier.

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Die Motoren - Sechszylinder-Benziner und -Diesel - werden von BMW geliefert. Als Offroader von echtem Schrot und Korn setzt der Grenadier auf einen Leiterrahmen mit Starrachsen, diese werden von Carraro in Italien geliefert.

Produziert wird der INEOS Grenadier ab 2021 in einer neuen Fabrik in Bridgend, Wales. Bis zum Start der Produktion werden die Briten mit den Entwicklern von Magna Steyr noch über 1,8 Millionen Testkilometer abspulen.