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04/24/2013

Jaguar F-Type: Die Legende hat ihren Nachfolger

Erste Ausfahrt mit dem sportlichen Roadster der Briten.

Lange hat er auf sich warten lassen, der Nachfolger für den Jaguar E-Type. Fast 40 Jahre sind vom Auslaufen des legendären E-Type bis zur Präsentation des F-Type vergangen. Und Jaguar stellt klar, dass der F-Type eine besondere Position in der Jaguar-Familie einnehmen wird – mit dem F-Type kehrt Jaguar zu den Sportwagen zurück und gleichzeitig kommt die Sportlichkeit zurück zu Jaguar, sagen sie.

So viel zur Theorie. Die nur erahnen lässt, wie viel Faszination der neue F-Type tatsächlich zu bieten hat. Das beginnt schon mit dem hinreißend schönen Design, von dem seine Macher berichten, wie lange man an den diversen Kanten und Sicken gearbeitet hat. Die durchwachten Nächte und die Falten in der Stirn haben sich jedenfalls bezahlt gemacht. Der Briten-Roadster wirkt aus allen Blickwinkeln wohlproportioniert und stimmig. Und auch dann, wenn das Stoffdach aufgesetzt wird. Das Aufspannen dauert nur 12 Sekunden, passiert natürlich auf Knopfdruck und ist auch bis 50 km/h möglich.

Akustik

Aber schöner ist’s freilich offen im F-Type. Dann genießt man nicht nur Sonne und Fahrtwind, sondern auch den Sound der Jaguar-Motoren. Die Techniker haben sich ziemlich intensiv mit dem Sounderlebnis beschäftigt und so brüllt der Motor nicht nur beim Beschleunigen, sondern blubbert und knallt beim Gaswegnehmen richtiggehend rotzfrech. Vor allem das sogenannte Active Exhaust System bietet dank elektronisch geregelter Bypass-Ventile im hinteren Teil des Ansaugtrakts ganz neue Möglichkeiten Radau zu machen. Die Marketingabteilung formuliert es etwas blumiger: „Das Geräusch schwillt beim Erreichen der Gipfelregionen des Drehzahlbandes zu einem prickelnden Crescendo an“.

Die faszinierende Akustik hat man eigentlich in allen Motorisierungen, die atemberaubenden Fahrleistungen auch. Schon der V6 an der Basis leistet 340 PS und wirkt im F-Type rundum stimmig. Auf 100 km/h beschleunigt man in 5,3 Sekunden. Dazu kommt, dass der Jaguar perfekt ausbalanciert ist (50:50), mit 1,6 Tonnen nicht allzu viel Gewicht auf die Waage bringt und man mit der Lenkung das Auto exakt um die Kurven zirkeln kann. Mittels elektronischer Feinabstimmung (configurable Dynamics) lassen Ansprechverhalten des Motors, Dämpfung, Lenkung etc. noch sportlicher trimmen.

Das Cockpit ist so, wie man sich einen britischen Sportwagen vorstellt – man sitzt tief und wird von sauber verarbeiteten und angenehm anzugreifenden Materialien verwöhnt. Zudem hat man sich durchgerungen, nicht alles über computergenierte Bedienelemente regeln zu lassen. So gibt es eine „Rückbesinnung auf physisch wahrnehmbare Schalter“. Wobei vor allem dem Kippschalter mit der karierten Flagge (der z. B. das Motoransprechverhalten schärfer stellt und die Schaltzeiten verkürzt) viel Freude innewohnt. Auch die 8-Gang-Automatik wird mittels Wählhebel und keinem Drehregler bedient.

Wer Kraft wünscht, greift zum F-Type S mit 380 PS. Und überdrüber gibt es noch den F-Type mit V8-Motor und 495 PS. Der legt in Sachen Fahrdynamik noch ein Schäuferl nach und klingt auch noch ein Eck Ehrfurcht gebietender als der V6.

Bestellen kann man den neuen Jaguar F-Type schon, der F-Type kostet ab € 85.600,–, der V6 S ab € 98.900,– und der V8 S ab € 124.000,–. Derzeit sind die Lieferzeiten noch zu verschmerzen (wer jetzt bestellt, wird noch vor dem Sommer beliefert). Offizieller Marktstart ist hier zu Lande am 25. Mai.

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Der F-Type auf der Rennstrecke

Diesen Freitag im Motor-KURIER

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