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01.03.2018

Jaguar I-Pace: Das Elektro-SUV made in Austria

Das erste Elektroauto von Jaguar läuft in Graz vom Band. Was er kann, was er kostet.

Die Bestellbücher sind geöffnet. Unmittelbar nach der offiziellen Präsentation des Jaguar I-Pace kann man das neue Elektroauto auch schon bestellen. Billig ist das erste E-Auto von Jaguar freilich nicht. Mindestens € 78.380,- kostet der Brite made in Austria. Gebaut wird der I-Pace, so wie das kompakte SUV E-Pace, nämlich bei Magna Steyr in Graz.

Das Interesse am Elektrofahrzeug ist, so erklärt man bei Jaguar schon jetzt ganz stolz, sehr groß. Worauf können sich die Kunden gefasst machen? Mit dem I-Pace will Jaguar vor allem Tesla Konkurrenz machen. Dementsprechend hat man den I-Pace als „Performance-SUV“ ausgelegt. Für den Antrieb sorgen zwei Elektromotoren, die gemeinsam eine Leistung von 400 PS bzw. 294 kW generieren. Die Kraft wird dabei über alle vier Räder auf die Straße übertragen. Auf 100 km/h beschleunigt der Jaguar in 4,8 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird mit 200 km/h angegeben.

Die 90 kWh Lithium-Ionen-Batterie ist platzsparend im Fahrzeugboden zwischen den Achsen untergebracht. Damit soll der I-Pace maximal 480 Kilometer weit kommen (wobei sich Jaguar auf die Verbrauchsmessung nach dem neuen WLTP-Zyklus bezieht). Laden dauert zwischen 45 Minuten (für 80 Prozent) und rund 12 Stunden – je nachdem welchen Anschluss man zur Verfügung hat.

 

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Der I-Pace soll dank einer Länge von 4,68 Metern, einem Radstand von 2,99 Metern und dem so genannten Cab Forward Design (also weit nach vor gerückter Fahrzeugkabine) reichlich Platz für die Fahrgäste bieten. Im Kofferraum warten jedenfalls 656 Liter auf Befüllung. Legt man die Rücksitze um, kommt man auf 1453 Liter.

Der Kühlergrill ist beim I-Pace nach innen gebogen, um den Luftwiderstand zu senken und die Luft über die aerodynamische Motorhaube und die Dachlinie zu leiten. Um die Anforderungen an die Kühlung der Batterien mit der Aerodynamik in Einklang zu bringen, öffnen aktive Lamellen im Grill nur dann, wenn Kühlung tatsächlich erforderlich ist. Im geschlossenen Zustand glätten sie den Luftstrom, indem sie die ihn unter der Haube entlangführen und durch einen Luftschlitz wieder nach außen leiten.

Die Ingenieure haben im I-Pace einen konventionellen, sprich mit Unterdruck arbeitenden Bremskraftverstärker durch einen elektrischen „Booster“ ersetzt. Hintergrund: Mehr Flexibilität bei der Aufgabe, traditionelles mechanisches Bremsen und die für Elektroautos charakteristische Bremsenergierückgewinnung in Einklang zu bringen. Erreicht wird so ein konstantes und unter allen Bedingungen klar definiertes Pedalgefühl, erklärt man bei Jaguar.

 

Der Fahrer kann über den Touchscreen im Innenraum verschiedene Stufen der Energierückgewinnung (Rekuperation) wählen. In der höchsten Stufe ist die Verzögerungswirkung so stark, dass der Fahrer das „One-Pedal-Feeling“ erleben kann. Übersetzt: Er kann, speziell im Stop-and-Go-Verkehr, den I-Pace allein mit dem Gas steuern und die Fußbremse dabei komplett ignorieren.

Der I-Pace ist der erste Jaguar mit dem neuen Touch Pro Duo Infotainment System von Jaguar Land Rover. Es besteht aus zwei auf der Mittelkonsole angebrachten HD-Touchscreens in den Größen 10’’ und 5’’ (ähnlich wie im Range Rover Velar).  Damit die Augen auf der Fahrbahn bleiben können, projiziert zusätzlich ein vollfarbiges Head-up-Display wichtige Informationen wie die aktuelle Geschwindigkeit oder Navigationshinweise in die Windschutzscheibe. Es wird unterstützt durch das 12’’ große interaktive Instrumentendisplay, das direkt im Blickfeld des Fahrers liegt und zum Beispiel eine Vollbildansicht mit 3D-Kartendarslettung bereitstellt.

Im neuen I-Pace kommt darüber hinaus erstmals der Cloud-basierte Sprachdienst Amazon Alexa zum Einsatz. Mit diesem Sprachservice können User in der Jaguar InControl Remote App hinterlegte Informationen abfragen. Über den 4G Wi-Fi Hotspot lassen sich bis zu acht Geräte gleichzeitig drahtlos mit dem Internet verbinden.

Jaguar gewährt eine Acht-Jahres-Garantie auf die Batterie (bis maximal 160.000 km und 70% der ursprünglichen Batteriekapazität), die Wartungsintervalle liegen bei zwei Jahren oder 34.000 Kilometern.

Die ersten Autos sollen im Juni an die Kunden ausgeliefert werden.

>>Jaguar I-Pace: Mitfahrt im Prototypen

 

Video: Jaguar I-Pace gegen Tesla Model X