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04/18/2019

Jaguar XE: Was ist neu beim Mittelklasse-Jag?

Erste Ausfahrt mit dem Jaguar XE nach einer sanften Überarbeitung.

von Michael Andrusio

Es ist kein leichtes Umfeld, in dem sich der XE von Jaguar bewegt. Zum einen ist das Segment der Limousinen im Schrumpfen begriffen (dank mehr SUV) und zum anderen konkurriert man hier mit den deutschen Platzhirschen BMW, Audi und Mercedes.

Nun hat Jaguar den XE überarbeitet und technisch upgedatet. Die Optik wurde dahingegehend aufgefrischt, dass sie den sportlichen Charakter unterstreichen soll. So wurde der Kühlergrill breiter und flacher, um die XE-Front breiter und niedriger wirken zu lassen. Dazu kommen neue Voll-LED-Scheinwerfer mit dunklen Reflektoren.

Für den Innenraum hat man Ergonomie und Anmutung der Materialien verbessert. Wichtigste Neuerung ist das auf Wunsch verfügbare Touch Pro Duo Infotainment System, wobei der untere Schirm (für Klimaregelung) eine interessante Kombination aus Touchscreen und analogen Drehreglern bietet. Das hat man aus dem Elektroauto I-Pace übernommen. Aus dem Elektro-SUV stammt auch das griffige Volant. Statt eines Drehreglers für das Automatikgetriebe hat man nun einen klassischen Wählhebel zur Hand.

Man hat auch auf die Wünsche der Kunden gehört, die sich für ihren XE mehr praktische Ablagen wünschen. Auch hier hat Jaguar nachgebessert.

Eine andere Neuheit betrifft den Innenrückspiegel. Auf Wunsch kann man hier einen ClearSight-Spiegel haben, der ein von einer Heckkamera generiertes Bild einspielt. Vorteil: Wenn die Sicht nach hinten eingeschränkt ist (z.B. durch groß gewachsene Fondpassagiere oder eine verdeckte Heckscheibe) gewinnt so trotzdem den Überblick nach hinten. Das digital generierte Bild ist aber zugegebenermaßen gewöhnungsbedürftig, deswegen ist es auch gut, wenn man zwischen dem Kamerabild und der klassischen Darstellung hin- und herschalten kann.

Motoren

Motorisch stehen für den XE-Kunden zwei starke Benziner und ein Diesel (allesamt Vierzylinder) zur Wahl. Der Diesel leistet 180 PS und ist wahlweise mit Heck- oder Allradantrieb zu haben. Dazu kommen ein 250-PS-Benziner mit Heckantrieb und ein 300-PS-Benziner mit Allrad.

Wir sind den neuen XE zunächst mit dem 250-PS-Benziner gefahren. Der passt, wenig überraschend, zum sportlichen Charakter des Jaguar. Wer mag, kann das noch unterstreichen, indem man den Sport-Modus aktiviert. Dann grollt der XE noch etwas mehr und lässt beim Gaswegnehmen den Auspuff blubbern. Perfekt ins Bild passen die schnell schaltende 8-Gang-Automatik und die exakte Lenkung. Zudem wirkt der Jaguar in schnell durcheilten Kurven überaus leichtfüßig. Passend für Langstrecken, die man komfortabel zurücklegen möchte, wirkt der 180-PS-Diesel. Der liefert jederzeit genügend Kraft und ist ausreichend gut gedämmt.

Die Preise beginnen bei € 46.500,– (Diesel mit Heckantrieb). Der 250-PS-Benziner kostet ab € 50.350,–. Jaguar rechnet vor, dass sich durch das Mehr an Technik und Ausstattungs-Goodies ein Preisvorteil von 5000 Euro ergibt. Marktstart ist ab Juni.