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04.06.2013

Jeep Grand Cherokee: Großer Häuptling auf Kriegspfad

Ab Juli will der Top-Jeep der Konkurrenz auch hierzulande Kunden abjagen.

Wenn sich die eigenen Wurzeln bis auf den Urvater aller Geländewagen zurückführen lassen, stellt jede Modellüberarbeitung eine Herausforderung dar: Gilt es doch einerseits auf den Promenaden dieser Welt eine gute Figur zu machen, aber auch andererseits – und hier verpflichtet der Name besonders – abseits befestigter Wege seinen Mann zu stehen.

Um diesen Spagat zu schaffen, wurde der Grand Cherokee einer tief greifenden Überarbeitung unterzogen. Bi-Xenon-Scheinwerfer samt LED-Tagfahrlicht sorgen für hohen Wiedererkennungswert, Retuschen an Front und Heckleuchten für einen modernen Auftritt. Auch im Innenraum ist der Amerikaner in der Neuzeit angekommen, denn Tacho und Drehzahlmesser wurden durch ein zentrales TFT-Display ersetzt. Infotainment und Navi werden ebenso über den 8,4 Zoll großen Touchscreen bedient wie die Klimasteuerung. Was aufgrund der verringerten Tastenzahl für einen aufgeräumten Eindruck vom hochwertig verarbeiteten Innenraum sorgt, verursacht aber aufwendiges Tippen in den Untermenüs zur Änderung von Radiostation oder Betätigen der Sitzheizung.

Drei Motoren zur Wahl

Eine echte Verbesserung hingegen stellt die neue 8-Gang-Automatik dar. Anzuwählen über einen eleganten Hebel, trifft das Getriebe zielsicher stets die richtige Fahrstufe, wechselt die Gänge praktisch unmerklich und trägt ob der größeren Spreizung zur Senkung von Drehzahl und Verbrauch bei. Und zwar unabhängig, ob der bullige Dreiliter-Turbodiesel (250 PS), der mächtige 5,7-Liter-V8-Benziner (352 PS) oder gar der 6,4-Liter des Topmodells SRT (468 PS) unter der Haube sitzt.

Je nach Ausstattungslinie (Laredo, Limited, Overland, Summit und SRT) und Motorisierung lässt sich der Jeep mit drei Allradsystemen kombinieren, denen im Verbund mit der Luftfederung vor allem eines gemein ist: Sie sorgen immer für reichlich Traktion. Per Drehschalter wählt der Fahrer Untersetzung und Fahrprogramm vor, um sich dann nur noch auf das Lenken zu konzentrieren. Verschneite Passstraßen, Geröllhalden oder Schlammlöcher verlieren ebenso den Schrecken wie Wüstenpassagen.

Abhängig von Version und Motor reicht die Preisspanne von € 55.690,– für den Laredo bis € 105.690,– für den SRT.

Angesichts der Ausstattungsfülle sowie der gebotenen Material- und Verarbeitungsqualität tut die etablierte Konkurrenz gut daran, den Angriff des Grand Cherokee ernst zu nehmen.