News 28.03.2012

Kein Vitz, der kleine Diesel im Yaris

Kein Vitz, der kleine Diesel im Yaris
© Hersteller / Toyota

Toyota Yaris 1,4 D-4 D. Der neue Jahrgang gibt sich erwachsen – der kompakte Japaner setzt hinsichtlich Handlichkeit, Agilität und Sparsamkeit positive Akzente.

Der Yaris, seit  1999 auf dem Markt und nun in bereits dritter Generation zu haben, ist eine fixe Größe im Toyota-Modellprogramm: Er fungiert dort als Brücke zwischen dem winzigen iQ und dem Golf-Konkurrenten Auris und wird nun, ergänzend zu den beiden Benziner-Varianten 1,0 (69 PS) und 1,3 (99 PS), auch mit einem 1,4-Liter-Diesel angeboten. Zwar ist der Selbstzünder-Anteil an den Gesamt-Neuzulassungen seit Jahren rückläufig, liegt aber mit gegenwärtig rund 55 Prozent immer noch hoch genug, damit sich eine Lancierung bei uns lohnt.

Cockpit: Übersichtlich, gut ablesbare Instrumente.
© Hersteller / Toyota

Zumal es sich bei dem Diesel,  der auch unter den Fronthauben von iQ, Verso-S, Urban Cruiser und Auris  zu finden ist, um einen guten alten Bekannten handelt. Mehr gut als alt, macht der 1,4-Liter-Turbo im knapp über eine  Tonne wiegenden Yaris, der in Japan unter dem Namen Vitz auf Kundenjagd geht, seine Sache ganz ausgezeichnet. Der 90-PS-Direkteinspritzer erwacht nach morgendlichen Kaltstarts zwar vernehmlich nagelnd zum Leben, beruhigt sich nach Erreichen der Betriebstemperatur aber rasch und erfreut den Yaris-Piloten mit forscher Fahrdynamik.

Sparsamer Diesel

Heck: Stark ansteigende Gürtellinie, niedrige Ladekante .
© Hersteller / Toyota

Der Vierzylinder hängt munter am Gas, zieht wegen des üppig zur Verfügung stehenden Drehmoments – 205 Newtonmeter ab bereits 1800 Umdrehungen – geschmeidig durch und geht trotz fehlender Start-Stopp-Technologie – kein Vitz – äußerst bescheiden mit dem teuer gewordenen Dieselkraftstoff um: Ein Schnitt von 5,5 Liter auf 100 Kilometer bedeutet einen Minderverbrauch von über einem Liter im Vergleich zum 99 PS starken 1,3-Benziner und eine Verlängerung der Reichweite von 636 auf 763 Kilometer.

Positiv fallen außerdem das für diese Fahrzeugklasse gute Raumangebot, der kleine Wendekreis, die einfache Bedienung, die komplette Sicherheitsausstattung  und das sichere, gleichzeitig agile Fahrverhalten auf.

Minuspunkte kassiert der kleine Japaner für die im Vergleich zum Segment-Häuptling VW Polo mäßige Materialqualität, die zwar im Verhältnis 60:40 umklapp-, aber nicht mehr so wie früher verschiebbare Rücksitzbank und für bei höherem Tempo an der A-Säule auftretenden, ergo nervenden Windgeräusche.

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(Kurier) Erstellt am 28.03.2012