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05.12.2011

Kia: Der nächste Euro-Koreaner

© Bild: werk

Kia Sportage. Erstmals am Lenkrad des von Grund auf neu entwickelten Modells, das Mitte Juli bei uns startet.

Mitten in der Golf-Klasse als ernst genommener Rivale positioniert, Erfolg bei Kritik und Publikum, produziert im ersten Werk der Koreaner in Europa - der Ceed hat Kia bei uns viel Reputation verschafft.

Jetzt geht die koreanische Marke aus dem Hyundai-Konzern den nächsten Schritt. Mit dem Nachfolger des Sportage, der ab dem Sommer ebenfalls in Žilina in Tschechien gebaut wird, setzt man in der hart umkämpften Klasse der mittelgroßen SUV ein optisch markantes Zeichen.

Verantwortlich dafür ist Chef-Designer Peter Schreyer, der früher bei Audi Ikonen wie den TT geschaffen hat. Mit dem neuen Sportage setzt er sich nicht nur von der Konkurrenz (Nissan Qashquai, VW Tiguan etc.), sondern auch vom technisch weitgehend identen Schwestermodell Hyundai iX 35 (siehe Seite 2) deutlich ab.

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Wohin die Reise geht, zeigen die Abmessungen. Gegenüber dem Vorgänger hat der Neue nämlich in Länge (+ 90 mm) und Breite (+ 15 mm) zugelegt, er ist aber um 60 mm niedriger und hat um 25 mm weniger Bodenfreiheit. Da die Wege der angepeilten Kunden nicht vornehmlich ins Unterholz führen, bietet man neben Allrad- auch reinen Frontantrieb an. Zur Wahl stehen vier Motorisierungsvarianten (Benziner mit 140 bzw. 163 PS, Diesel mit 115 bzw. 136 PS) und neben dem manuellen Schaltgetriebe auch eine Sechsgang-Automatik.

Am Steuer

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Beim ersten Kennenlernen mit dem neuen Sportage in dessen koreanischer Ausprägung zeigte sich auf der Teststrecke, dass der Kia für Leute mit Platzbedarf und Hang zu erhabener Sitzposition viel hochbeiniger wirkt, als er sich tatsächlich fährt.
Obwohl noch gar nicht mit dem für Europa etwas straffer abgestimmten Fahrwerk ausgestattet, zeigte sich in provokant flott angegangenen Kurven keine übertriebene Seitenneigung und bei schnellen Ausweichmanövern hielt sich die Tendenz zum Aufschaukeln in engen Grenzen.

Weiters aufgefallen: Das erfreuliche Faktum, dass der Kofferraum gegenüber dem Vorgängermodell 8 cm an Länge zugelegt hat und 564 bzw. 1353 l Ladevolumen bietet, wird durch den Umstand getrübt, dass zwar die Lehnen der hinteren Bank umgelegt werden können, nicht aber die Sitzflächen aufgeklappt. Dadurch entsteht eine Rampe, was beim Vorgänger nicht der Fall war.

Österreich-Start

Der neue Sportage startet bei uns am 15. Juli. Preislich kann man sich darauf einstellen, dass das Einstiegsmodell die 22.000-Euro-Grenze knapp unterschreiten wird.