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Auch wenn andere Kleine gehen, er bleibt: Kias neuer Picanto

Trotz der Erosion des Kleinwagen-Segments hat Kia den Picanto zukunftsfähig gemacht. Was die neue Generation besser kann.

von Horst Bauer

07/04/2023, 03:00 AM

Dass andere große Hersteller das Kleinwagen-Segment verlassen, sieht Kia als Chance. Ritterten vor fünf Jahren noch 32 verschiedene Modelle um die Gunst der Kundschaft, so sind es aktuell nur mehr 18. Und im Jahr 2030 wird das Angebot an neuen Kleinwagen verschiedener Hersteller auf 14 Modelle geschrumpft sein.

In den Augen von David Labrosse, oberster Produktplaner bei Kia Europa, eröffnet das den Koreanern die Möglichkeit, den Anteil in einem Segment zu steigern, das sich bei rund 5 % des europäischen Marktes einpendelt. Unabhängig von den Rückzugs-Ankündigungen vieler Konkurrenzmarken.

Offenbar gibt es also nach wie vor ausreichend Kundschaft, die nach einem Kleinwagen sucht und die sich auch von steigenden Preisen dafür nicht abschrecken lässt. Diese werden zwar durch die technischen Anforderungen der kommenden (aber immer noch nicht endgültig fixierten) Euro-7-Regelung der EU unausweichlich, müssen aber nicht zwangsläufig zur Auslöschung des untersten Marktsegments führen.

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David Labrosse über die Motivation von Kia, den Picanto mit einer starken technischen Überarbeitung zukunftsfähig zu machen: "Wir wollen unsere Wurzeln nicht vergessen. Wir wissen, wo wir herkommen und wollen dafür kämpfen, unseren angestammten Kunden auch weiterhin so ein Auto anbieten zu könne." Und bis zum verordneten Verbrenner-Ende in der EU im Jahr 2035 werden man den Picanto mit effizienten Benzinmotoren weiter anbieten.

Was neu ist am Picanto

Worin unterscheidet sich nun die neue Generation des koreanischen Kleinwagens von seinem Vorgänger?

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Optisch wurde auch der Kleine dem neuen Markengesicht angepasst. Vorder- und Hinterwagen sind daher vollkommen neu gestaltet, nur die Fahrgastzelle wurde vom Vorgängermodell übernommen. Auch wenn der neue Picanto jetzt wuchtiger wirkt, macht er bei der Kernkompetenz eines Kleinwagens, den kompakten Abmessungen, keine Kompromisse. Länge (3.595 mm), Breite (1.595 mm) und Höhe (1.485 mm) sind im Vergleich zum Vorgänger gleich geblieben, der Kofferraum kann sich mit 225 l - 1.010 l dennoch sehen lassen.

Auf Wunsch gibt es jetzt neben den 14- bzw. 15-Zoll-Rädern erstmals auch 16-Zöller und für die Scheinwerfer könne auch LED-Lampen geordert werden.

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Serienmäßig im Innenraum sind hingegen ein 8-Zoll-Touchscreen und das digitale Instrumenten-Display vor dem Lenkrad. Zudem ist die Smartphone-Anbindung für Apple CarPlay und Android Auto möglich. Und das bordeigenen  Navigations- und Infotainment-System ist für Over-the-Air-Updates vorbereitet.

Elektronische Fahrhelfer

Ebenfalls neu an Bord sind die elektronischen Fahrhelfer und Sicherheitssysteme aus den größeren Kia-Modellen, vom Totwinkel-Sensor über den Spurhalte-Assistenten bis zum adaptiven Tempomaten. Ein volles Techno-Paket, das die bisherigen Grenzen der Kleinwagenklasse sprengt. Was auch für die Garantie für 7 Jahre oder 150.000 km gilt.

Angetrieben werden die Vorderräder des neuen Kia Picanto wahlweise von einem 1-Liter oder 1.2-Liter Benziner (zu deren genauen Daten hält man sich bei Kia aktuell noch bedeckt). Portioniert wird die Kraft von einem manuellen Fünfgang-Getriebe, das es auch in einer automatisierten Variante gibt.

Was die Preisgestaltung für den neuen Picanto betrifft, hält sich Kia derzeit noch bedeckt. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass er nicht billiger wird als der Vorgänger, wenn er gegen Ende des Jahres bei uns auftaucht. Dies schon alleine wegen der umfangreicheren technischen Ausstattung - vom Effekt der Inflation ganz zu schweigen. Dennoch sollte, wer immer sich für ein Modell dieser Größe interessiert und noch nicht reif für ein E-Auto ist, nicht lange nachdenken.

Den Kia Picanto wird es nämlich nach Einführung von Euro-7 in entsprechend adaptierter Form weiterhin geben. Allerdings zwangsläufig zu einem entschieden höheren Preis.

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