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05.12.2011

Kia Sportage: Erstes Fazit im Dauertest

© Bild: Werk

Erste Erkenntnisse der Motor-KURIER-Redaktion über den kompakten Allradler nach dem Start in den Dauertest.

Das mit dem Prestige muss erst noch werden. So gut der eigenständig gestylte neue Kia Sportage mit dem in Graz entwickelten Allradantrieb auch in die heimischen Berge passt, letztlich bleiben ihm dann doch nur die hinteren Plätze auf der Stellfläche vor dem Skihotel.

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Wenn nämlich etwa in Hochgurgl die dunklen Porsche Cayenne vorfahren, wird der schmucke Exote im auffälligen "Byte Blue" vom zuständigen Hotel-Personal eilfertig vom Stellplatz direkt vor dem Portal abgezogen und in die hinterste Parkplatz-Ecke verräumt.

Dabei hätte sich der vom ehemaligen Audi-Designer Peter Schreyer geformte Sportage mehr Aufmerksamkeit verdient. Und das nicht nur wegen seiner optischen Qualitäten, sondern vor allem auch wegen seiner inneren Werte. Zieht man das Vorgängermodell als technischen Maßstab heran, beeindruckt der enorme Schritt nach vorne, den die Koreaner hier gemacht haben.

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Nach den ersten dreitausend Kilometern mit dem allradgetriebenen Diesel mit manuell schaltbarem Sechsganggetriebe in der üppigen Active-Pro-Ausstattung, lässt sich bereits sagen, dass die früheren Schwächen bei Fahrverhalten und Qualitäts-Anmutung im Innenraum nun auch in der SUV-Abteilung des Hauses überwunden sind. Die im Cockpit verarbeiteten Materialien wirken wesentlich ansehnlicher als das graue Hartplastik vergangener Tage und auch was die Ablagen betrifft, gibt's jetzt keine Defizite mehr.

Kleiner Schönheitsfehler in der Praxis: Wer das mitgelieferte lange Kabel zur Verbindung seines iPod mit der (tadellos funktionierenden) Bordanlage verwendet, kommt wegen der Lage der Steckdose hinter dem Schalthebel diesem leicht ins Gehege.

Allrad

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Im ersten Einsatz auf Schneefahrbahnen zeigte sich der von Magna-Steyr entwickelte permanente Allradantrieb erwartungsgemäß souverän in der Wirkung und unauffällig im Einsatz.

Was für den Zweiliter-Diesel nur mit Einschränkungen gilt. Wer nicht ins Datenblatt schaut, würde ihm vom Fahrbetrieb her keine 136 PS zutrauen. Zu zäh lässt er sich seine Leistungsfülle abtrotzen, zu wenig Druck steht im unteren Drehzahlbereich zur Verfügung. Und mit 8,7 Liter bisherigem Durchschnittsverbrauch gibt er sich auch nicht gerade als großer Spritknauserer.

Aber das kann ja im Zuge der kommenden Kilometer noch besser werden, wenn der Dauerläufer erst einmal richtig aufgewärmt und gut eingefahren ist.

Bis dahin wird sich dann auch zeigen, wie kreativ der durch das vollwertige Reserverad unter dem Kofferraumboden dort nur unzureichend ausgefüllte Stauraum genutzt werden kann.

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Ansonsten gibt es über die Platzverhältnisse nichts zu mäkeln. Vor allem die Passagiere in der zweiten Reihe erfreuen sich klassenunüblich großer Kniefreiheit und dem Piloten liegen alle wichtigen Schalter gut zur Hand.

Um ein gedeihliches Verhältnis zu der für die Bluetooth-Telefonverbindung zuständigen Stimme an Bord herzustellen, dürfte allerdings noch viel Beziehungsarbeit nötig sein.

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