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Luftfahrt
01/24/2016

Kofferhersteller Rimowa lässt die Junkers F13 wieder fliegen

Retro für die Lüfte - wer genug Geld hat, kann sich ein neues Flugzeug aus den 20er-Jahren bestellen.

von Michael Andrusio

Im Jahr 1919 hob die Junkers F13 zu ihrem ersten Flug ab. Der geniale Flugzeugkonstruktuer Hugo Junkers hatte das Flugzeug für den Einsatz in der zvilien Luftfahrt (auch bedingt durch die Auflagen nach dem 1.Weltkrieg, dass Deutschland keine Militärflugzeuge bauen dürfe) entwickelt.

Die F13 war ein Tiefdecker und das erste Ganzmetall-Flugzeug der zivilien Luftfahrt. Das Flugzeug konnte vier Passagiere mitnehmen, dazu kamen ein Pilot und ein Flugingenieur, die aber praktisch im Freien saßen, geschützt nur durch eine kleine Scheibe.

Kofferhersteller Rimowa, der Modelle im Design der legendären Junkers-Flugzeuge mit dem typischen gewellten Metall anbietet, lässt die F13 wieder in Serie produzieren. Das Flugzeug heißt Rimowa F13 und Sitz der Rimowa Flugzeugwerke ist im schweizerischen Dübendorf.

Es galt natürlich einige Änderungen an der Technik vorznehmen: Der Motor für die Rimowa F13 kommt von Pratt&Whitney (ein R-985 mit 450 PS Leistung), ursprünglich war die erste Junkers F13 mit einem Sechszylinder von BMW ausgerüstet. Auch das Fahrwerk und die Heckpartie wurden adaptiert.

Das Flugzeug ist maximal 220 km/h schnell und kann bis zu 3700 Meter steigen. Die F13 darf, so wie ihr historisches Vorbild, nur auf Sicht geflogen werden.

Der Erstflug soll noch diesen März stattfinden, wenn alles nach Plan abläuft, werden die ersten Flugzeuge ab Mai an Kunden ausgeliefert.

Preis für die Rimowa F13? Rund 2,2 Millionen Euro.

Link: Rimowa F13

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