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05/10/2019

KTM-Chef Pierer über E-Autos: Auf Langstrecke klimatechnisch unverantwortlich

Elektromobiliät macht für den KTM-Chef nur im Kurzstreckenbereich Sinn. Und er verweist auf die Gefahren bei der Bergung von Verunfallten.

KTM-Chef Stefan Pierer, bekannt als Mann der klaren Worte, sieht KTM als Pionier bei der Elektromobilität - allerdings im Kurzstreckenbereich. Und auf der Langstrecke? "Dieser Hype ist klimatechnisch unverantwortlich. Aus folgendem Grund: ein durchschnittliches Batteriepackage eines reinen Elektroautos wiegt 600 Kilogramm. Der CO2-Fußabdruck für die Herstellung dieses Pakets, bis es im Auto eingebaut ist, entspricht dem CO2-Abdruck eines Verbrenners mit 50.000 Kilometer Reichweite", so Pierer im Interview mit dem aktuellen trend.

Und er bringt ein weiteres Argument: "Bevor man einen Verletzten aus einem Elektroauto holen kann, muss man den Wagen erst einmal spannungsfrei machen, sonst ist man selbst in Lebensgefahr. Wenn ein Elektrofahrzeug brennt, ist es nicht mit Schaum oder Wasser löschbar."

Den Trend hin zur Elektromobilität habe die Industrie selbst mit verursacht - Stichwort Dieselgate. "Wer einmal betrogen hat, dem glaubt man nicht, egal ob er dann das Richtige sagt", so Pierer, der die einst kriselnde Motorradmarke KTM wieder zu einem globalen Top-Player machte.