über Verkehrspolitik abseits der Mariahilferstraße
08/13/2013

Ländliche Idylle mit Verkehrsproblem

Während in Wien mitten in der Großstadt gerade versucht wird, eine urbane Form von Landleben zu inszenieren, leidet dieses an einem zunehmenden Verkehrsproblem.

von Horst Bauer

Der Titel könnte auch über einer Abhandlung zum aktuellen Thema „die Wiener Mariahilfer Straße und der Verkehr“ stehen. Aber die Folgen des Umbaus einer funktionierenden städtischen Verkehrsinfrastruktur nach dem Muster einer herbeigesehnten ländlichen Dorfplatz-Idylle werden sich erst später zeigen – und sind weder von den Experten der Befürworter noch jenen der Gegner heute seriös abzuschätzen.
Die Fokussierung auf das rot-grüne Vorzeige-Experiment in Wien verstellt jedoch die Sicht auf das wesentlich größere Verkehrsproblem, das sich außerhalb der Städte seit Jahren entwickelt. Der Dorfplatz als anzustrebendes Muster einer Kultur der kurzen Wege zwischen Wohnung, Schule, Arbeitsplatz, und Einkaufsmöglichkeiten existiert bei uns nämlich nur mehr in den neuerdings so modischen Hochglanzmagazinen übers idyllische Landleben, wie es sich Städter erträumen.
In der Realität hat die Raumordnungspolitik der letzten Jahrzehnte zu einer Verkarstung der Zentren von Dörfern und Kleinstädten geführt, die durch die folgende Ausdünnung des öffentlichen Verkehrsangebotes noch verschärft wurde. Die Folge: Ohne Auto geht dort gar nichts mehr.
Hier wird die Verkehrspolitik nachhaltige Lösungen erarbeiten müssen – etwa für das Problem, einer alternden Gesellschaft die Mobilität zu erhalten.

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