Didie Leroy, Toyota

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News
05/12/2015

Leroy: "Ab 2025 starten wir mit Wasserstoff-Autos durch“

Der bisherige Chef von Toyota in Europa und seit Kurzem Boss des größten Geschäftsbereiches der Japaner weltweit, der Franzose Didier Leroy, im exklusiven Motor-KURIER-Gespräch über ...

... die Erwartungen in den Mirai auf dem europäischen Markt „Wir stehen hier ganz am Anfang. Die Technologie ist zwar bereit für den Markt, es gibt keine Risiken für die Kunden, weder die Sicherheit noch die Haltbarkeit betreffend. Aber es ist immer noch ein sehr teures Auto und gleichzeitig muss die Infrastruktur europaweit noch ausgebaut werden. Daher werden wir bei der Markteinführung des Mirai Schritt für Schritt vorgehen. Wir werden im September in vier europäischen Märkten starten, erwarten aber, dass es zwischen heute und 2020 immer noch ein sehr limitierter Markt sein wird. Von da an bis 2025 erwarten wir uns eine Aufbau-Phase und ab 2025 sollten wir dann so durchstarten, wie wir es mit der Hybrid-Technologie schon gemacht haben.“


... die unterschiedlichen Probleme beim Marktstart zwischen Hybrid-Autos und solchen mit Brennstoffzelle: „Beim Hybrid-Auto war der Grund für die langsame Aufbauphase die Notwendigkeit, den Kunden die Technologie und ihre Vorteile zu erklären. Diesmal geht es um die Zeit zum Aufbau der Infrastruktur. Daher sprechen wir beim Mirai heute nicht über Stückzahlen oder Marktanteile, es geht vielmehr darum, ein starkes Zeichen zu setzen, um zeigen zu können, wie technologisch fortgeschritten wir als Hersteller sind und dass wir bereit sind, diese Technologie auf dem Markt einzuführen. Akio Toyoda hat gesagt, das ist der Motor für die nächsten 100 Jahre des Automobils.“


... die unterschiedlichen Stückzahlen für Europa, die USA und Japan: „Wir haben für Europa nur geringe Stückzahlen vorgesehen, weil die Infrastruktur eben noch sehr begrenzt ist. Aber es gehen schon wesentlich mehr Autos in die USA, wo die Infrastruktur zum Teil schon existiert und deren Ausbau schneller passieren wird als hier in Europa. Und in Japan haben wir bereits Tausende Bestellungen für das Auto bekommen.“


... die Kostenfrage bei Elektro- und Brennstoffzellen-Autos: „Viele Leute begeistern sich heute für das Elektro-Auto, weil sie glauben, dessen Betrieb kostet nichts. Strom ist praktisch gratis. Aber welcher Staat auf dieser Welt wird je auf die Steuer auf Treibstoffe verzichten können? An dem Tag, an dem Strom oder Wasserstoff oder Gas besteuert werden wird – und niemand weiß, wie hoch diese Steuern sein werden – wird der Konsument zurück zu der Frage kommen, was für ihn am besten und bequemsten ist. Und man kann eben einen Tank in zwei bis drei Minuten mit Wasserstoff volltanken. Bis wir in der Lage sein werden, eine Batterie in der gleichen Zeit für eine Reichweite von 500 bis 600 Kilometer aufzuladen, wird es aber noch einige Jahre dauern.“

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