Lexus LC 500h

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03/05/2016

Lexus LC 500h: Ein Hybrid lässt die Reifen rauchen

Die Hybridversion des Lexus-Coupés hat auf dem Genfer Salon Weltpremiere.

Als Lexus im Jahr 2012 die erste Studie zum LC zeigte, dachten viele "Schön, aber das bauen die nie". Jetzt haben sie das Auto fertig und erklären höflich, dass man das Auto ab nächstem Jahr käuflich erwerben könne. Soviel zum Thema "Die meinen das nicht ernst".

Dabei hat Lexus viel Zeit darauf verwendet, möglichst wenig auf dem Weg von der Studie zum Serienauto zu verändern. Allein an der Flanke hat man drei Monate lang geschnitzt, bis sie so war, dass der Chefdesigner beruhigt schlafen konnte.

Der LC ist nicht nur ein höchst elegantes Coupé geworden, es schickt sich sogar an, etablierten Platzhirschen wie etwa dem BMW 6er Konkurrenz zu machen. Die entsprechenden Voraussetzungen wären durchaus gegeben und vielversprechend.

Kunden können bei der Motorisierung zwischen zwei sehr interessanten Triebwerken wählen. Da wäre zum einen der klassische Achtzylinder mit 477 PS. Dass die Lexus-Leute während der Präsentation des Autos den Sound via Lautsprecher einspielten, konnten sich die Japaner nicht verkneifen. Dabei grinsten sie sich eins und das Auditorium lauschte ergriffen. Dazu schaltet man ein 10-Gang-Automatikgetriebe.

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert Lexus den LC als 500h. Und das ist die zweite interessante Motorisierung. Das kleine h steht für Hybrid und in Europa werden Lexus-Autos praktisch nur als Hybrid verkauft. Auch diesbezüglich lässt Lexus aufhorchen. Der Antrieb im LC500h ist ein sogenannter Multi Stage Hybrid. Einfach ausgedrückt wird die bestehende Hybrid-Einheit um ein 4-Gang-Automatikgetriebe erweitert. Klingt primitiv, ist es aber nicht. Die elektronische Kontrolle der Komponenten und das daraus resultierende perfekte Zusammenspiel ist das Geheimnis.

Burn-out

Ziel war es, dem Fahrer noch mehr Fahrspaß zu erlauben und gleichzeitig die entsprechende Balance zwischen Kraftentfaltung und Spritverbrauch zu erreichen. Die Kombination V6-Benziner und Elektromotor leistet im 500h 359 PS und soll das Coupé in weniger als 5 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Außerdem kann man nun bis zu 140 km/h rein elektrisch fahren (versprechen die Ingenieure) und der Fahrer kann auch manuell durch die Gänge surfen – 10 sind es (davon vier "echte" und sechs simulierte). Weiters ist der 500h der erste Hybrid, mit dem man auch mit qualmenden Reifen losstarten kann, wie ein für die Hybrideinheit zuständiger Techniker berichtet.

Innen finden sich Instrumente, die dem Supersportwagen von Lexus, dem LFA, ähneln. Und es kommt eine neue Generation von Touchpad für die Bedienung zum Einsatz.

Interessenten für den LC 500 V8 und den LC 500h haben noch etwas Zeit. Kaufen kann man das Lexus-Coupé erst ab Juni 2017. Bis dahin sollte man rund 120.000 Euro angehäuft haben.

Übrigens hat Lexus auch schon eine Cabrioversion des LC gezeigt – vorerst als Studie.