News 11/23/2012

Lexus RX 450h: Schwiegermutters Liebling

Nach dem Facelift gibt sich der Hybrid- SUV sportlicher und markanter. Vor allem im Styling.

Die Strategie von Lexus ist aufgegangen: Kein anderer Hersteller der Oberklasse hat einen höheren Hybridanteil als Lexus. In Europa beträgt er mehr als 80 %, in Österreich 89 %.
Gerade in Verbindung mit SUV (Sport Utility Vehicle) wie dem RX wird dem Hybridantrieb auch weiterhin großes Potenzial unter den alternativen Antrieben zugesprochen. Laut der neuen Studie „Elektromobilität in Österreich“ des Umweltbundesamtes und des Instituts für Höhere Studien wird für Großraumlimousinen und SUV auch 2020 der Hybridantrieb Vorrang unter den alternativen Systemen in Österreich haben.

Beim Lexus RX 450h wird ein V6-Benziner mit zwei E-Motoren kombiniert. Damit wird bei Bedarf aus dem Fronttriebler durch den sich automatisch zuschaltenden E-Motor an der Hinterachse ein Allradler. Die Traktionskünste eines Geländewagens sollte man jedoch nicht erwarten, dafür bräuchte es noch mechanische Sperren und mehr als die 50 kW des E-Motors an der Hinterachse. Aber der sogenannte „E-Four“ ist eindeutig ein Gewinn an Stabilität und Traktion.

Facelift

Außen ist die Überarbeitung des RX 450h am kantigeren Gesicht, an dem mit breiten Chromstreifen eingefassten Kühlergrill und dem LED-Tagfahrlicht zu erkennen. Das lässt ihn markanter erscheinen. Zudem war unser Testmodell mit dem Paket „F Sport“ versehen, das unter anderem Hochleistungs-Querdämpfer, Alu-Pedale, schwarzen Dachhimmel, LED-Abblendlich, Head-up-Display (Einspiegelung wichtiger Infos in die Frontscheibe) und Mark Levinson Premium Surround System zusätzlich zur Executive-Ausstattung inkludiert.

Nobles Ambiente im Cockpit
© Michael Andrusio

Einen sportlichen Tausendsassa für flotte Kurven sollte man sich deshalb aber nicht erwarten. Es geht mehr um den sportlichen Schein. Sonst ließe sich auch nicht der Normverbrauch auf 6,3 l auf 100 km drücken. In der Praxis kommt man mit um die 8 l auf 100 km bei pragmatischem Fahrstil aus. Hilfreich ist der
„Eco“-Modus, auch einen „EV“-Schalter für kurze abgasfreie Fahrten gibt’s. Lob verdient das sehr angenehme Fahrgefühl insgesamt mit der seidenweichen Abstimmung zwischen Benzin- und E-Antrieb.
Verbesserungswürdig ist der bereits vom Lexus GS bekannte und auch hier extrem sensible Bedienknopf in der Mittelkonsole. Dass der Tank im Hybrid-RX etwas kleiner ist als im Benzin-RX, ist wohl der Gewichtslogik geschuldet.
 

Antrieb: Vollhybrid mit 3,5-l-Benziner, V6, 24 V, 3456 cm³, E-Antrieb: zwei Drehstrom-Synchronmotoren, Nickelmetallhydrid-Akkus (1,9 kWh), E-Allrad, Elektro-Allrad schaltet automatisch zu, CVT (stufenlose Automatik), 0–100 in 7,8 sec, Spitze 200 km/h, Euro 5.
Benziner: 249/183 PS/kW, E-Motoren: v/h 123/50 kW, Gesamtleistung: 299/220 PS/kW
maximales Drehmoment: 317 Nm

Fahrwerk: Einzelradaufhängung, vorne an McPherson-Federbeinen, hinten Doppel-Querlenker. Elektronisch gesteuertes Bremssystem inkl. Bremsenergierückgewinnung, vier Scheibenbremsen, ABS, Fahrzeugstabilitätskontrolle VSC, elektromechanische Zahnstangenlenkung.

Maße (L x B x H):4770 x 1885 x 1685 mm
Wendekreis: 12,2 m Radstand: 2740 mm Bremsweg warm: 39,4 m Bremsweg kalt: 39,0 m
Kofferraumvolumen: 496 l Zuladung: 650 kg Gesamtgewicht: 2700 kg Tankinhalt: 65 l
Normverbrauch: Gesamtsystem 6,3 l/100 km145 g/km CO²
Testverbrauch: Hybridmodus 8 l/100 km E-Reichweite ca. 1 km

Preis: 67.200 €
Preis Testwagen:86.075 €
Motorbezogene Versicherungssteuer: 1818,96 €
 

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© Michael Andrusio
(Kurier) Erstellt am 11/23/2012