Tests 23.08.2016

Mazda MX-5: Traditionell ein sonniges Gemüt

Mazda MX-5: Traditionell ein sonniges Gemüt
© /Andrusio Michael (3)

Die 160-PS-Variante der neuen Generation des japanischen Roadsters im Test.

Autos à la Mazda MX-5 sind natürlich in erster Linie unpraktisch und eigentlich unvernünftig obendrauf. Für den kleinen Roadster aus Japan gilt das mittlerweile seit über 25 Jahren.

So lange verkauft Mazda den MX-5 mittlerweile, allen vernünftigen Argumenten zum Trotz – und hat offensichtlich ziemlich viel richtig gemacht.

Und zwar derart, dass die Fangemeinde bei jedem Modellwechsel händeringend fleht, so wenig wie möglich zu ändern. Tut Mazda auch nicht. Auch wenn bei der nunmehr vierten Generation des MX-5 die Optik modern ausschaut, ist die Grundcharakteristik unverändert geblieben.

Saugmotor mit 160 PS

Wir sind den kleinen Mazda in seiner wildesten Ausprägung gefahren – das bedeutet ausstattungstechnisch das vollständige Vorhandensein praktisch aller Goodies und motorisch 160 PS. Die kommen von einem 2 Liter Motor, der nicht nur PS, sondern auch reichlich Drehmoment liefert. Und das wiederum heißt eine kontinuierliche Kraftentfaltung, je mehr man den Motor dreht, umso herzhafter schiebt er an und umso kerniger wird der Sound.

Dazu gibt’s ein knackiges 6-Gang-Schaltgetriebe und eine überaus direkte Lenkung. Das macht den MX-5 zu einem agilen und wieselflinken Begleiter auf kurvigen Bergstraßen. Wenn man freilich das schaltfaule Dahingleiten – vorzugsweise bei geöffnetem Dach – genießen möchte, präsentiert sich der kleine Roadster aber genauso stimmig.

Mazda MX-5…
© KURIER/Michael Andrusio
Mazda MX-5…
© KURIER/Michael Andrusio

Apropos offen. Der MX-5 verfügt nach wie vor über das genialste Verdeckkonzept von allen. Riegel lösen, Dach mit der rechten Hand zusammenklappen und nach hinten drücken, bis es einrastet, umgekehrt geht’s genauso; man vermisst wirklich keinen Elektromotor bzw. komplex choreografierte Verdeckoperationen.

Sport und Musik

Nachdem man im Cabrio ja durchaus gern Musik hört, hat Mazda (gemeinsam mit den Audio-Spezialisten von Bose) die Lautsprecher in den Kopfstützen integriert und das funktioniert prächtig (heißt, sorgt für uneingeschränkte Beschallung). Im Topmodell Revolution ist das serienmäßig an Bord, ebenso gibt’s im Revolution ein sportlich abgestimmtes Bilstein-Fahrwerk, das aber erfreulicherweise weniger hart federt, als man vielleicht fürchten möchte. Auch eine Einparkhilfe heckseitig ist in dieser Ausstattungslinie dabei. Außerdem gibt’s ein Navi-System, das über einen Touchscreen gesteuert wird. Dass es mit der Touchbedienung vorbei ist, sobald man fährt, scheint nur bedingt logisch (könnte ja auch der Beifahrer erledigen).

Mazda MX-5…
© KURIER/Michael Andrusio

Was gibt’s sonst zum Nörgeln. Einige Schalter sind links unten im Armaturenträger versteckt, darunter der Knopf zum Start/Stopp abschalten (das System passt irgendwie nicht in den Sportwagen und arbeitet auch nicht so sanft und smart wie z. B. im Mazda3). Ach ja, der Knopf zum ESP ausschalten wäre auch dort zu finden, falls jemand der Schalk gar heftig im Nacken sitzt.

Der Preis für den Mazda MX-5 schreckt auch nicht wirklich. Der Mazda MX-5 G160 Revolution (wie das Ding mit vollem Namen heißt) kostet ab € 32.690,–. Bei unserem Testauto gab es nur einen Aufpreisposten und der betraf die (hübsche) Metallic-Lackierung.

Antrieb: 4-Zylinder, Benzin, Direkteinspritzung, 2 oben liegende Nockenwellen, 4 Ventile/Zylinder, variable Ventilsteuerung; Heckantrieb, 6-Gang-Schaltgetriebe;

Spitze 214 km/h, 0–100 in 7,3 Sekunden; Euro 6.

Hubraum: 1998 cm³

PS/kW: 160 PS/118 kW maximales Drehmoment: 200 Nm bei 4600 U/min

Fahrwerk: Selbst tragende Karosserie, Einzelradaufhängung, vorn McPherson-Federbeine, Dreieckquerlenker, Stabilisator, hinten Mehrlenkerachse, vorn/hinten Schraubenfedern, Teleskopstoßdämpfer, Scheibenbremsen (vorn innen belüftet), Zahnstangenlenkung mit elektrischer Servounterstützung, ABS, Bremsassistent (BA), elektronisches Stabilitätsprogramm ( ESP).

Maße (L x B x H): 3915 x 1735 x 1225 mm Wendekreis: 9,4 m Radstand: 2310 mm Kofferraum: 130 l Gewicht: 1015 kg Gesamtgewicht: 1260 kg Tankinhalt: 45 l

Normverbr.: 6,6 l/100 km 154 g/km CO² Testverbr.: 7,8 l/100 km

Preis:32.690 €

Preis Testwagen:33.390 €

Motorbezogene Versicherungssteuer: 721,44 €

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© KURIER/Michael Andrusio
(Kurier) Erstellt am 23.08.2016