Ab 1958 wurde in Zwickau der Trabant gebaut, der der "Volkswagen" für die DDR werden sollte. Im Motorraum arbeitete ein Zweitaktmotor. Das Auto wurde kaum weiterentwickelt, Ende April 1991 kam das Aus für die Trabant-Fertigung.

© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

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Comeback für Trabi und Co. auf deutschen Straßen

Vor allem in Ostdeutschland sind die Trabant wieder gefragt. Woran das liegt.

12/27/2022, 01:45 PM

Auf Deutschlands Straßen rollen wieder mehr DDR-Autos vom Typ Trabant und Wartburg. Laut Kraftfahrtbundesamt steigt die Zahl schon seit Jahren. Wie die Behörde auf Anfrage mitteilte, waren nach jüngsten Zahlen zum 1.1.2022 bundesweit 39.342 Fahrzeuge des Kultautos aus Zwickau zugelassen. Mehr als 10.000 sind demnach allein in Sachsen unterwegs - so viele wie nirgendwo sonst in Deutschland. Platz zwei mit etwa 63.000 Trabis belegt Brandenburg, gefolgt von Thüringen (5.700).

Der erste Trabant war am 7. November 1957 vom Band des VEB Sachsenring Automobilwerke gelaufen. Bis zum Produktionsstopp 1991 wurden insgesamt gut drei Millionen Stück produziert. 2010 zählte das Kraftfahrtbundesamt deutschlandweit noch etwa 34.800 zugelassene Auto, die Liebhaber auch "Rennpappe" nennen.

Gründe

Ein Grund für die Beliebtheit sei, dass sich viele mit dem Auto an ihre Vergangenheit erinnert fühlten, sagte der Vorsitzende des Trabant-Clubs Zwickau, Thomas Winkelmann. "Das Auto hat heute einen ganz anderen Wert als noch vor 20 Jahren und ist nun im Bereich des Oldtimers angekommen." Ersatzteile seien noch erhältlich, sagte Winkelmann. "Die gängigen Verschleißteile werden noch gefertigt."

Auch der einst in Eisenach produzierte Wartburg ist noch gelegentlich im Straßenbild zu sehen. Laut aktuellen Zahlen sind 8.726 einstige DDR-Mittelklassewagen zugelassen, die meisten davon in Sachsen (2058). Die Statistik von 2010 wies noch 7.700 Fahrzeuge aus.

1955 wurde im Automobilwerk Eisenach der erste Wartburg unter der Bezeichnung 311 gebaut. Insgesamt liefen etwa 1,2 Millionen Fahrzeuge dieser Marke vom Band. Die Produktion wurde 1991 stillgelegt.

Doch nicht nur Autos aus der DDR-Zeit sind beliebt. Vor allem im Osten Deutschlands sind noch viele Simson-Mopeds unterwegs. Laut Kraftfahrtbundesamt sind mehr als 20.500 Zweiräder zugelassen. Sie wurden einst in der südthüringischen Stadt Suhl gebaut. Dagegen gehören die DDR-Linienbusse vom Typ Ikarus zu Rarität: Nur mehr als 30 haben offiziell die Erlaubnis, im Straßenverkehr zu fahren.

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