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28.07.2018

Mercedes-AMG C 63: Sache der Einstellung(en)

Am Steuer der überarbeiteten Version des starken C.

Vorne ist die Sache klar. Statt der distinguierten Querspange auf dem Kühlergrill steht das Haifischgesicht des AMG GT Pate.

Hinten sind die Änderungen marginal, im Interieur gibt es neue Lenkräder (mit integrierter Tempomatbedienung) und auf Wunsch (vulgo: Aufpreis) ein Volldigital-Cockpit mit speziellen AMG-Anzeigen. In den Unter-, Unterunter- und Hauptmenüs kann ein Ahnungsloser auf Nimmerwiedersehen verschwinden, bis zur Verzweiflung. Es ist, wie bei manchem Mitbewerber, ein bisserl viel geworden. Etwas digitale Zurückhaltung wäre angesagt.

Der 4,0-l-V8-Biturbomotor liefert wie bisher 476 oder, in der S-Version, 510 PS. Statt der 7-Gang-Automatik regiert das „Speedshift MCT 9G“, also ein blitzschnell schaltender 9-Gang-Automat. Je nach Karosserie (Limousine, Coupe, Kombi, Cabrio) vergehen aus dem Stand bis 100 km/h kurzweilige 3,9 bis 4,2 Sekunden. Und der C 63 wirkt dabei immer erstaunlich agil und leichtfüßig, da können sich Mitbewerber was abschneiden.

Schlupf in 9 Stufen

Bei der Elektronik, siehe oben, gibt es jetzt eine Art Overkill. Neben 6 Fahrprogrammen gibt es im Untermenü auch „AMG Dynamics“, das weitere 4 Einstellungen der Kraftverteilung an der Hinterachse liefert. Und wem dann noch immer fad ist: „Traction Control“ ermöglicht es zusätzlich, den Schlupf an der Hinterachse in neun Stufen vorzuwählen.

Alles eine Frage der Einstellungen also, ob das je irgend jemand ausreizen wird, steht in den Sternen. Zu fahren ist der C 63 wie schon früher einfach fantastisch und souverän, Beschleunigung wie Kurvenverhalten sind mehr als eindrucksvoll. Im Interieur gibt’s nichts zu klagen, bei den Sitzen schon gar nicht. Preise stehen noch nicht fest, der „alte“ C 63 (510 PS) startete bei knapp 91.000 Euro, mit sehr viel Luft nach weit oben.