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Chipmangel
10/06/2021

Mercedes Benz verkauft Autos mit abgespeckter Ausstattung

Mercedes wird wegen des Chipmangels Autos mit abgespeckter Ausstattung günstiger verkaufen. Nicht alles kann nachgerüstet werden.

von Andrea Hlinka

Auf einen Blick

  • durch die Chipkrise werden Mercedes mit abgespeckter Ausstattung günstiger verkauft
  • welche Teile betroffen sind hängt von der Baureihe ab (vom Display bis zur elektrischen Heckklappe ist alles möglich)
  • Kunden können vom Kaufvertrag zurücktreten
  • im 3. Quartal wurden um 30,2 Prozent weniger Mercedes ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum
  • von Januar bis September jedoch ein Plus von 3 Prozent bei den ausgelieferten Fahrzeugen (insg. 1.617.508 Fahrzeuge)
  • der weltweite Absatz der S-Klasse stieg seit Jahresbeginn um 45% auf 62.306 Einheiten
  • der Absatz von Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen stieg in den ersten drei Quartalen des Jahres auf einen Rekordwert von 184.369 Einheiten (+142,7%)

 

Der Autobauer Mercedes-Benz bestätigt, dass wegen der Chipkrise mitunter nicht alle Fahrzeuge mit der kompletten technischen Ausstattung ausgeliefert werden können. Betroffene Kunden könnten in solchen Fällen ihr bestelltes Auto mit einer reduzierten Ausstattung zu einem günstigeren Preis bekommen, sagte eine Sprecherin des Mercedes-Benz Vertriebs am Dienstag (05.10.2021). Sollte ein Kunde mit diesem Angebot nicht einverstanden sein, könne er vom Kaufvertrag zurücktreten.

Einem Sprecher nach hänge es von den Baureihen ab, welche Teile betroffen sind - es könne alles Mögliche sein, vom Display bis zur elektrischen Heckklappe.

Wer ein Auto mit der reduzierten Ausstattung abnimmt, kann nicht mit einer späteren Nachrüstung rechnen. Das sei aus technischen Gründen nicht immer möglich, hieß es vom Mercedes-Benz Vertrieb. Wie viele bestellte Autos und welche Modelle wegen der Chipkrise nun mit der abgespeckten Ausstattung vom Band gehen, blieb offen. Die Kunden dürften auch auf ihr Auto warten, bis die gewünschte Ausstattung möglich sei, so die Sprecherin.

 

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Mehr E-Autos verkauft, im 3. Quartal jedoch Einbruch bei Auslieferungen

Daimler muss wegen des Halbleitermangels einen deutlichen Einbruch bei den Pkw-Verkäufen im dritten Quartal hinnehmen. Die Stammmarke Mercedes-Benz lieferte von Juli bis September weltweit 428.361 Autos aus - das waren 30,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im bisherigen Jahresverlauf betrachtet sind die Zahlen positiv: von Januar bis September wurden  1.617.508 (+3,0%) Fahrzeuge ausgeliefert.

Die Verkäufe waren insbesondere geprägt durch die starke Nachfrage nach Modellen von Mercedes-Maybach und Mercedes-AMG sowie nach batterieelektrischen Fahrzeugen wie dem EQA und dem EQC. Ein Rekordabsatz in China hat ebenfalls positiv zum Gesamtabsatz beigetragen.

Der weltweite Absatz der S-Klasse stieg seit Jahresbeginn um 45% auf 62.306 Einheiten. Der Absatz von Plug-in-Hybrid- und Elektrofahrzeugen stieg in den ersten drei Quartalen des Jahres auf einen Rekordwert von 184.369 Einheiten (+142,7%). Der Absatz des EQC lag bei 17.938 Einheiten, vom EQA wurden 13.021 Einheiten ausgeliefert. Fast die Hälfte aller im Gesamtjahr abgesetzten EQ-Fahrzeuge wurden im dritten Quartal verkauft. Das elektrische Flaggschiff EQS kam im August in den Handel.

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