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© Mercedes

Fahrbericht
11/23/2021

Mercedes C-Klasse All Terrain: Unterwegs im C fürs Grobe

Mercedes macht jetzt auch das T-Modell der C-Klasse zum All Terrain. Wir konnten den Benz schon testen.

von Michael Andrusio

In Kürze

  • Allradantrieb Serie
  • Zwei Motorisierungen verfügbar
  • Zwei Offroad-Fahrprogramme
  • 40 mm mehr Bodenfreiheit
  • Preis ab 61.000 Euro

Man kennt das Rezept vom großen Bruder E-Klasse. Dort gibt es schon 2017 die Möglichkeit, den Kombi als All Terrain zu ordern. Mit den Verkaufszahlen ist man in Stuttgart offenbar zufrieden und so wird nun erstmals auch von der C-Klasse eine All Terrain Variante angeboten.

Wir sind nach Deutschland gereist und können das Auto im Mercedes-eigenen Testgelände in Immendingen bei Stuttgart kurz testen Dort hat man 520 Hektar Testgelände zur Verfügung. Darunter einen Geländeparcours, gerade recht um die neuen Talente des Benz auszuloten.

Doch zunächst zu den Zahlen. Im Vergleich zum normalen C bietet der All Terrain vor allem mehr Bodenfreiheit. Plus 40 Millimeter sind es, die sich durch Änderungen am Fahrwerk und größer dimensionierte Räder (17 bis 19 Zoll) zustande kommen. Typisch für Autos dieser Machart sind die Kunststoffbeplankungen. Am vorderen Kotflügel und an der hinteren Seitenwand bekommt der All Terrain aufgesetzte Radlauf-Verkleidungen (Claddings) in dunkelgrau matt. Der Frontstoßfänger besteht teilweise aus dunkelgrauem, genarbtem Kunststoff (und soll den robusten Charakter des Modells betonen). Darunter gibt es einen optischen Unterfahrschutz in Chrom Hochglanz. Den gibt es als Pendant auch am Heck. Kurzum: Die Offroad-Optik ist erkennbar, aber dezent.

Technisch hat Mercedes dem All Terrain auch gleich zwei Offroad-Fahrprogramme mitgegeben. Das Offroad-Programm ist für Feldwege oder Schotterpisten ausgelegt, das Offroad+ Programm hat auch eine Down Hill Speed Regulation integriert. Heißt, beim Bergabfahren hält das Auto eine vorgegebene Geschwindigkeit, ohne dass man bremsen muss. Ist für Geländewagen heute selbstverständlich, für einen Kombi ist das aber durchaus beachtlich. In leichtem Gelände macht der All Terrain durchaus gute Figur, was natürlich auch dem Allradantrieb verdanken ist. Der Fahrer kann sich auf dem (sehr großen) Schirm über eine Kamera das Umfeld um das Auto darstellen lassen, wenn's z.B. steil bergauf geht und man nicht sieht, wie es weitergeht.

Überhaupt traut Mercedes den Kunden, die man interessanterweise hauptsächlich in Europa und Japan verortet, einiges zu. Das optionale Digital Light hat auch eine Offroad-Funktion, die das Feld vor dem Auto breiter ausleuchtet. Das System ist bis maximal 50 km/h aktiv.

Und weil Autos dieser Art auch gern als Zugfahrzeug genutzt werden, sei angemerkt, dass der All Terrain bis zu 1.800 kg an den Haken nehmen darf. Eine eine teilelektrische Anhängevorrichtung mit abschwenkbarem Kugelkopf und ESP-Anhängerstabilisierung ist optional zu haben.

Antrieb

Mercedes bietet den C als All Terrain nur mit Allradantrieb an. Die 4matic leitet bis zu 45 Prozent der Motorkraft an die Vorder- und bis zu 55 Prozent an die Hinterachse.

Motorisch lässt Mercedes den All Terrain Kunden nicht viele Auswahlmöglichkeiten: Es gibt einen Benziner und einen Diesel, damit hat sich's. Beide Motoren sind als Mild Hybrid ausgelegt, der Benziner im C 200 leistet 204 PS, der Diesel im C 220d 200 PS. Wir fahren mit dem Diesel. Der geht sehr kultiviert ans Werk und passt mit seinem Drehmoment (440 Nm plus nochmals 200 Nm mit Boost) fein in den All Terrain. Und wenn man aus dem Wald heraussen ist, nimmt man den C 220d auch gern für die Langstrecke.

Abseits des Geländes  kommt  man in den Genuss der Möglichkeiten, die die neue C-Klasse zu bieten hat. In Sachen Digitalisierung übernimmt die C-Klasse vieles aus der S-Klasse. Wobei der C noch fahrerorientierter auftreten soll. Deswegen sind Instrumententafel samt Zentral-Display sind leicht um sechs Grad Richtung Fahrer gedreht.

Was kostet der C als All Terrain? Der C 200 4matic kommt auf 61.000 Euro, der C 220d 4matic auf 61.420 Euro. Bestellen kann man schon, Marktstart ist im ersten Quartal 2022.

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