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01.10.2013

Mercedes S 63 AMG - mehr als nur „S“

Neben 585 PS und 900 Nm bringt er auch Innovationen wie eine Lithium-Starterbatterie.

Nur kurze Zeit nach dem Marktstart der neuen S-Klasse schiebt Mercedes „die stärkste High-Performance-Limousine im Luxus-Segment“ laut eigener Beschreibung nach.

Es handelt sich um den S 63 AMG, der von einem 5,5-l-V8-Biturbo-Benziner mit 585 PS und 900 Nm angetrieben wird. Den S 63 AMG gibt es mit kurzem oder langem Radstand (Letzteren nur für Rechtslenker) sowie erstmals auch mit Allradantrieb (in Kombination mit langem Radstand). Dabei setzt man auf den 4Matic-Antrieb mit Lamellenkupplung aus der E-Klasse, der beim S 63 AMG die Motormomente zu 33 % auf die Vorder- und zu 67 % auf die Hinterachse schickt. Als Getriebe hat der S 63 AMG wie die S-Klasse die bewährte 7-Gang-Automatik verbaut. Die 9-Gang-Automatik kam für den AMG zu spät, so ein Entwickler.

Der S 63 AMG ist mit 1,97 t um rund 100 kg leichter als der Vorgänger, was trotz höherer Leistung (+41 PS) den Verbrauch im Normzyklus um 0,4 l /100 km senkt. Als Beitrag für den Leichtbau wird nicht nur die Keramik-Hochleistungs-Verbundbremsanlage (Option) genannt, sondern auch die Laderaumauskleidung aus Kohlefaser. Zudem setzt der AMG erstmals als „Serienversion“ eine Lithium-Batterie (1,3 kWh) statt einer 12-V-Blei-Starterbatterie ein und spart so 20 kg.

Anders als die Blei-Starterbatterie halte die Lithium-Batterie rund acht Jahre und habe keine Kälteprobleme. Zuverlässigkeitsprobleme bei Hitze gebe es beim AMG-Modell nicht. Die Lithium-Batterie koste rund drei bis vier Mal so viel wie ein Blei-Akku, habe neben dem geringeren Gewicht aber noch einen großen Vorteil: Sie könne bis zu 3 kW an Bremsenergie rekuperieren, während bisherige Akkus nur 1 kW erlaubten. Fürs Verbrauchssenken via Segeln und Start-Stopp ein großes Plus.

Anders als die Lithium-Akkus für Daimler E-Mobile (z.B. Smart) kommt die Lithium-Starterbatterie nicht aus eigener Fertigung, sondern von A123 (USA). Kombiniert wird die Lithium-Starterbatterie mit einem Kondensator (Supercap), der damit die sonst für Start-Stopp-Systeme üblichen zusätzlichen AGM-Bleibatterien ersetzt, ähnlich wie bei Mazda.

Ein Gefühl der Leistungsschwäche ist naturgemäß bei einem V8-Biturbo nicht zu erwarten. Beim Anfahren auf nassem Untergrund zeigte sich der Vorzug der 4Matic. Wirklich herausragend ist das Sound-Engineering. Punkto Komfort-, Sicherheitsausstattung, Fahrerassistenz und Vernetzung lässt der S 63 AMG gegen Aufpreis praktisch keine Wünsche offen.

Den S 63 AMG gibt es bei uns ab sofort ab € 178.420,–.

Mercedes S63 AMG

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