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27.05.2013

Mercedes S-Klasse: Noch ein bestes Auto der Welt

Der Maßstab für Luxus-Limousinen trägt nach wie vor einen Stern auf dem Kühler.

Sogar der Papst wurde bemüht. Wenn auch nur in der Erinnerung des Chefs.

Dieser hatte als Zwölfjähriger seine erste Mercedes S-Klasse (die damals noch gar nicht so hieß) ausgerechnet als Transportmittel von Papst Paul IV gesehen. Und – so Daimler-Boss Dieter Zetsche bei der Weltpremiere der neuen Mercedes S-Klasse in der Vorwoche in Hamburg – war von der edlen Limousine so begeistert, dass er sich fortan eine spezielle Frage stellte. Zetsche: „Was muss ich anstellen, um selbst auch einmal in so einem Auto sitzen zu können?“ Nachsatz: „Ohne Papst werden zu müssen!“

Heute hat er nicht nur das geschafft, sondern ist auch in der Lage, wesentlich mitzubestimmen, wie die zeitgemäße Interpretation des Themas Luxus-Limousine auszusehen und was sie technisch zu bieten hat. Und Zetsche und die geballte Macht der Mercedes-Entwicklungsingenieure hat sich im aktuellen Fall nicht lumpen lassen. Was immer an technischen Innovationen gerade marktreif geworden ist, wurde der neuen S-Klasse mit auf den Weg gegeben, die Vorherrschaft des großen Sterns in diesem lukrativen Marktsegment auch in Hinkunft zu behaupten.

Die Chancen dafür stehen schon deshalb nicht schlecht, weil man sich bei der Entwicklung den Wünschen der neuen, vornehmlich den Fond der Limousinen nützenden Kundschaft in Asien ebenso gestellt hat, wie den technikverliebten Selbstfahrern in Europa. Mit welcher Gewichtung zeigt nicht nur der Umstand, dass man das neue Modell erstmals aus der Langversion heraus entwickelt hat (5,248 m) und die kurze Variante (5,116 m) nur in Europa zum Einsatz kommt. Auch dass man für das Präsentations-Video eine Asiatin von einem westlichen Fahrer chauffieren lässt, zeigt wo die Reise hingeht.

Technik zum Abwinken

Der Bogen der hier erstmals eingesetzten neuen Technologien spannt sich vom Rücksitz mit Massagefunktion nach dem „Hot-Stone-Prinzip“ (Wirbelsäulen-Massage mit bis zu 55 Grad warmen Druckpunkten) bis zum „Stop&Go-Pilot“. Dieser erweitert den Abstandsregeltempomat um die Möglichkeit, den Vorderwagen im stockendem Verkehr automatisch zu folgen, wobei die Technik nicht nur dessen Tempo hält, sondern auch dessen Spur. Was eine zarte Vorstufe zum selbstfahrenden Auto darstellt, aber nur als „Entlastung des Fahrers“ angepriesen wird und sich deaktiviert, sobald der Fahrer die Hände vom Lenkrad nimmt.

Wie das alles in der Praxis funktioniert und ob etwa das Dauerfernlicht tatsächlich einen Bogen um entgegenkommende Fahrzeuge oder Passanten macht, werden die ersten Testfahrten im Juli zeigen.

Fest steht, dass die neue S-Klasse bei uns ab 19. Juli zu haben sein wird. Einstiegspreis (für den S350 Diesel): € 68.450,16. Den S400 Hybrid gibt’s ab € 94.070,–, den S500 (V8-Benziner) ab € 118.930,–. Weitere Motorisierungen und die Allradversionen folgen ab Herbst.

Mercedes S-Klasse

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So funktionieren die Assistenzsysteme