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10.09.2018

Mercedes zeigt autonom fahrende Studie Urbanetic

Der Urbanetic kann sich dabei ganz einfach vom Personenvan zum Transporter verwandeln.

Mit der Studie Urbanetic zeigt Mercedes die Studie eines autonom fahrenden Elektrofahrzeugs. Clou des Urbanetic - je nach Bedarf kann man einen Aufbau für den Personentransport oder für den Transport von Gütern aufsetzen.

So können entweder bis zu 12 Personen oder 10 EPAL-Paletten mitgenommen werden. Die Macher schlagen vor, dass zu den Hauptverkehrszeiten Personen transportiert werden, sonst eben Waren. Die Basis für das Wechselkonzept liefert das autonom fahrende Skateboard-Chassis, in dem alle Fahrfunktionen integriert sind. Um den Wechsel zu realisieren, haben die Ingenieure von Mercedes-Benz Vans ein neuartiges System entwickelt. Der Vision Urbanetic fährt zu einer Wechselplattform.

Vor der Entriegelung des Aufbaus sorgen hydraulisch gesteuerte Stützen auf der Fahrbahn für einen sicheren Stand und heben das Fahrzeug leicht an. Die Hinterräder werden entriegelt und nach außen ausgefahren. So kann der jeweilige Aufsatz ohne zusätzliche Hebevorrichtung abgesetzt werden. Durch die Verbreiterung der hinteren Spurweite wird der Weg frei, um den Wechselaufbau auf einem Schienensystem nach hinten gleiten zu lassen. Das erfolgt voll automatisiert und dauert nur wenige Minuten.

Gedacht ist der Urbanetic als Flottenfahrzeug, das zudem die Gabe hat, sich den aktuellen Verkehrsbedingungen anzupassen. Dank Vollvernetzung, Auswertung lokaler Informationen – zum Beispiel über Konzerte und Veranstaltungen – und einer intelligenten Steuerung kann das System nicht nur aktuelle Bedarfe analysieren, sondern auch daraus lernen. So ist es in der Lage, zukünftige Bedarfe zu antizipieren und darauf zu reagieren. Damit können Prozesse optimiert und beispielsweise Warte- oder Lieferzeiten verkürzt und Staus vermieden werden. So erkennt das Gesamtsystem über die Datenerfassung im Vehicle Control Center – einer Steuerungszentrale, in der die Bedarfe gebündelt und analysiert werden –, beispielsweise eine Menschengruppe in einem gewissen Bereich. Es kann Fahrzeuge dorthin schicken, die den gesteigerten Bedarf schnell und effizient bedienen. Das System kann also flexibel reagieren und basiert nicht auf starren Routen oder festen Fahrplänen.